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Website Launch der Pink Box Österreich

Diese Woche Dienstag, also am 16. Juli, wurde gemäß Zeitplan die Pink Box Österreich gelauncht. Unser Part war wieder das Templating und darauf zu achten, dass das Front-End sich den NutzerInnen konsistent präsentiert. Das umfasst die Inhalte, das Layout und die ganzen Details, die beim Templating zu beachten sind: Bilder, Farben, Icons, Striche, Hintergrund-Grafiken, richtige Links und so weiter und so fort. Immer wieder fällt mir auf, wie viel Arbeit und Aufwand nötig sind, um eine Seite in die Welt zu bringen. Für alle, die einen Über- und Einblick möchten, trage ich hier den Prozess bzw. die Punkte zusammen, die zu einer gelaunchten Webseite führen.

Launch einer Webseite – was braucht’s?

  • Schritt 1: Die Idee, das Produkt, der Markt, die Zielgruppe. Wie bei jeder Sache, die wir Menschen kreieren und in die Welt setzen möchten, braucht es über die Idee hinaus ein Konzept. Zu Beginn stellen sich viele Fragen. Was macht diese Sache? Für wen ist sie? Was ist das Ziel? Im Falle der Pink Box könnte man sagen: es ist ein monatliches Abo mit neuen Kosmetikprodukten zum Ausprobieren für eine weibliche Zielgruppe zwischen 16 und 33 Jahren. Ziel: auf neue Kosmetikprodukte aufmerksam machen, Freude bereiten, x Stück der Boxen monatlich verkaufen und y € Umsatz machen.
  • Schritt 2: Das Internet als Vertriebsweg. Wir setzen mit der Website erst an, wenn unserem Kunden klar ist, dass ein Vertriebsweg (und in unserem Beispiel der Pink Box der einzige) das Internet ist. Dazu müssen das Geschäftsmodell und Produkt längst stehen – es sei denn, diese werden zunächst getestet. Ist die Nachfrage noch unklar, kann man mit einer relativ schlanken Website, einem schmalen Anfangsbudget und der Buchung von Anzeigen (z.B. über Google AdWords) prüfen, ob es einen Bedarf gibt. Wenn sich eine Anzahl von x Menschen für das Produkt interessieren, und dieses x in einen Bereich fällt, in dem Aufwand und Mühe lohnenwert erscheinen, dann kann man das Aufsetzen eines Online Shops in Erwägung ziehen. Ob sich dieser im klassischen Web, als Web-App oder App präsentiert, ist abzuwägen und hängt von der Zielgruppe und Nutzungssituation ab. Das kann für jedes Produkt individuell sein und bestimmt die Markteintrittsstrategie.
  • Schritt 3: Produkt und Produktwelt. Meist gibt es bereits ein fertiges Produkt, bevor wir als Web- und App-Agentur die Produktwelt im Internet kreieren. Dann bekommen wir das Logo und Fotos vom Produkt geliefert und entwerfen dazu passend die Webseite. In ihr – und jetzt wird es wirklich interessant – spiegelt sich all das, was das Produkt ausdrücken, wen es ansprechen will. Die Webseite hat bei einem normalen Nutzer wenige zehntel Sekunden Zeit, um sein Interesse, sein Gefühl zu wecken. Da kommt es auf eine ästehtische Gestaltung, schöne Bilder, schnelle Ladezeiten und den klar dargestellten Produktnutzen an. Wenn der Nutzer sich zu Beginn angezogen fühlt, dann erst beginnt für ihn die so genannte User- oder auch Customer-Journey. Vereinfacht könnten wir auch sagen, es ist die Reise, die er noch durch Ihre Webseite unternimmt, um schließlich die Bestellung abzuschicken. Diese Reise – wie jede andere auch – gestaltet sich desto einfacher, je besser die Wege sind.
  • Schitt 4: Die große Ausnahme – der Weg allein ist nicht das Ziel. Sondern der Weg sollte unbedingt zum Ziel führen. Und das möglichst einfach, ästhetisch und verständlich. Angenommen, Ihre Webseite hat dem Kunden das Produkt schmackhaft gemacht und nun möchte der Kunde Ihr Produkt bestellen. Jetzt hat er den Weg eingeschlagen und jetzt sollten alle Wegweiser an der richtigen Stelle stehen, nicht mehr ablenken, sondern zum Ziel zeigen. Und der Weg ist steinig: es gibt ein Formular mit Adressdaten auszufüllen, es gibt die Auswahl der Zahlungsmethoden, es gibt die AGB und die Erklärung zum Widerrufsrecht, schließlich die Bestätigungsmail. Wenn hier was hackt, nicht auf Anhieb geht, sehr umständlich wirkt und schlicht „nervt“, dann schubsen Sie Ihren Kunden praktisch eigenhändig vom Weg. Das soll nicht sein. Die Usability, die Bedienbarkeit der Seite, ist hier besonders gefordert. Und der einzige Weg, zu prüfen, ob beispielsweise der Bestellvorgang gut gemacht ist, ist ihn zu testen.
  • Schritt 5: Testen – das wird Ihnen jeder ernsthafte Entwickler sowieso raten. Ja, unsere Zeit ist schnelllebig. Dinge kommen schnell und gehen auch wieder schnell. Trotzdem: der solide Ansatz ist immer noch genauso gut wie eh und je. Jede Software sollte gestestet werden. Auf Funktionalität und Bedienbarkeit – das sind die beiden Hauptaspekte. Testen geht mit echten Menschen. Und hier kommen wir zur nächsten Schwierigkeit: meist werden von Kundenseite dafür keine Zeit und kein Budget eingeplant, weil der Launch schnell gehen soll. Ein grober Fehler, denn alles, was später ausgebessert werden muss, kostet doppelt oder dreimal so viel. Solide Produkte wurden getestet: Autos, Flugzeuge, iPads, iPhones, Crèmes. Würden Sie gern ungetestete Produkte benutzen? Bei einer Webseite ist der Schaden sicher nicht so groß wie bei einem Auto, das nicht bremst. Aber es birngt ebenfalls einen Verlust mit – und dieser liegt dann auf der Seite des Auftraggebers. Wenn seien Kunden nicht bestellen, war das ganze Erschaffen des Produktes hinfällig.
  • Schritt 6: Kontinuierliche Verbesserungen von Details. Das ist nunmal so: damit eine Sache langfristig funktioniert, muss sie verfeinert und immer wieder verbessert werden. So auch Ihr Webshop. Er wächst und reift mit Ihnen und dem Produkt. Da gibt’s ein neus Produkt, das ein eingestellt werden soll, hier soll ein Teaser passend zur Jahreszeit aussehen oder es gibt eine neue Zahlungsart. Das Sinnvolle soll natürlich auch Ihrem Kunden zu Gute kommen und so sollten Sie immer wieder Budget zur Pflege Ihres Webshops / Ihrer Webseite einplanen. Einen Teil können Sie einsparen, wenn Sie Produkte selbst pflegen und sich bemühen, sie auf dem aktuellen Stand zu halten. Für Kosmetik am Front-End sind Grafiker und Templater zuständig. Kleine, immer wieder neue, ansprechende Ideen für das Aussehen kommen bei der Zielgruppe gut an und können von Ihnen als Betreiber gut über verschiedene Kanäle mitgeteilt werden. Und da sind wir auch schon beim Punkt Kommunikation.
  • Schritt 7: Beschenken Sie Ihre Nutzer. Ihr Webshop ist fertig, Ihr Produkt sieht super aus, ein paar Bestellungen kommen von selbst rein, hier und da haben Sie ein paar Anzeigen geschaltet. Wenn das bereits ausreicht, prima. Falls nicht, dann sollten Sie noch zu anderen Mitteln greifen, um mehr Platz in der Welt zu bekommen: verschenken Sie etwas. Ziehen Sie neue Nutzer über ein interessantes Thema, das mit Ihrem Produkt zu tun hat, an. Wir kommen hier wieder zum Thema Mehrwert. Sobald es einen echten Mehrwert gibt, werden Ihre Kunden begeistert Neukunden anschleppen. Wenn diese dann bestellen, läuft es rund. Zum Thema Mehrwert gibt es bereits einen ganzen Artikel von uns – Sie finden ihn hier. Ob App, Web oder Welt – es gelten dieselben Prinzipien.

 

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Boxen

Klitschko hier, Klitschko da – nix da!
Mir geht es um eine andere Art von Boxen. Boxen, die gefüllt sind mit Inhalt. Boxen zum Genießen, Boxen zum Verwöhnen.
Wie die Mamibox und die Gourmetbox. Beides Web-Projekte, die wir im letzten Quartal 2012 für Bertelsmann umgesetzt haben. Konzeption, Webdesign und das Templating waren unsere Aufgabe. Für die technische Umsetzung auf Java-Basis haben wir mit dem Out-House Partner von BM zusammengearbeitet.
In kurzer Zeit entstanden so zwei attraktive Portale mit neuartigen Produkten. Thematische Boxen, die man sich nach Hause schicken lassen kann. Ideal sind sie auch als Geschenk, weil sie edel aussehen, schöne Produkte enthalten und immer wieder eine Überraschung parat haben.

Die Zusammenarbeit mit den jeweiligen digitalen Projektmanagerinnen hat sehr viel Spaß gemacht und wir sind stolz, dass alles selbst unter Zeitdruck so gut und flüssig geklappt hat. Als Leckerli gab es von uns noch je einen WordPress-Blog – den Mamiblog und Gourmetblog – eingerichtet und stilistisch angepasst mit Blog-Konzept und Plugin-Anpassungen.