mobile melting

iOS + Android App Entwicklung in Berlin | MaibornWolff GmbH

By

Erste Osterkalender-App für Smartphones

Warum feiern wir überhaupt Ostern? Warum heißt der Gründonnerstag eigentlich Gründonnerstag? Und warum sind Eier so gesund und wie erkennt man, ob ein Ei frisch ist?
Die erste Osterkalender-App für Smartphones bietet ab sofort Familien und Kindern zu diesen und weiteren Fragen viele anschauliche Antworten, aber auch leckere Rezepte sowie Tipps und Tricks rund um das deutsche Ei – und garantiert so jeden Tag aufs neue informativen Osterspaß.

Damit Jung und Alt die Zeit bis Ostern noch spannender und abwechslungsreicher verbringen können, öffnet sich wie bei einem klassischen Adventskalender auf der Osterkalender-App von Palmsonntag bis Ostermontag jeden Tag eines von neun bunten Türchen. Hinter jedem Türchen verstecken sich jeweils auf drei Seiten anschaulich aufgearbeitete Informationen, Bilder und spaßige Illustrationen rund um Ostern und das Ei.

Osterkalender App

Osterkalender App

Osterkalender App

Auf der ersten Seite eines jeden Türchens erfährt man jeweils, was an dem entsprechenden Tag der Ostergeschichte passiert ist. Dazu gibt es spannende Hintergründe zu christlichen Osterbräuchen und Traditionen.
Die zweite Seite liefert zahlreiche Informationen zu Ei und Henne, während die letzte Seite köstliche Rezepte, Tipps und Tricks im Umgang mit dem Ei oder lustige Eierspiele für Kinder beinhaltet. Besonderen Ostereiersuchspaß verspricht zudem das in die App integrierte Wimmelbild – auf dem es von Osterhasen, Tieren und vielen kleinen witzigen Details nur so wimmelt und auf dem jeden Tag ein Osterei versteckt ist.

Eine gute Übung also, für das reelle Ostereiersuchen am Ostersonntag.

By

Augmented Reality (AR) für Apps im Überblick

Für einigen Wirbel sorgte diesen Sommer die neue IKEA-App, mit der man ausgewählte Möbel per Smartphone-Kamera im Raum platzieren und so ihre Wirkung im Heim prüfen konnte. Auch bei uns kommen Immer wieder Kunden mit dem Wunsch nach einer App mit Augmented-Reality-Features auf uns zu. Sehr selten kommt es dann wirklich dazu, den meist machen solche Features wenig Sinn, vor allem im Vergleich zu den Kosten. Doch ja, es gibt tolle Anwendungsfälle für AR, nicht nur bei IKEA! Vor allem im Produktverkauf rund um Heim und Wohnung, i Tourismus und Kultur sowie bei Spiel- und Lern-Apps für Kinder machen AR-Features durchaus Sinn.

In diesem Blogartikel möchte ich Einsteigern eine kurze Einführung in die Materie bieten, denn Augemented Reality ist fast schon zum Schlagwort verkommen – keiner weiß so recht, worum es wirklich dabei geht.

Deswegen in aller Kürze:

  • AR bedient sich immer der Kamera des Handys.
  • Diese wird auf reale Objekte in der direkten Umwelt gerichtet.
  • Es müssen „die richtigen“ Objekte sein, d.h. nicht jeder Kameraausschnitt funktioniert, er soll ja „passen“.
  • Über diese Objekte im Blickfeld der Kamera wird ein anderes visuelles Objekt gelegt.
  • Das Objekt kann verschiedene Formen, Farben und Transparenzgrade aufweisen.

Es gibt grob gesprochen zwei Arten von Augmented Reality für Apps:

1) Sensor based AR – Sensoren basierte Augmented Reality

Hierbei entscheidet die richtige Ausrichtung der Kamera darüber, ob ich sich in das Sichtfeld ein AR-Objekt einblendet. Die Ausrichtung der Kamera stellt das Handy über seine Sensoren fest:

  • GPS: Ist die Person am richten Ort auf der Welt?
  • Kompass: Zeigt die Kamera in die richtige Richtung, z.B. nach Nordosten?
  • Neigungswinkel: Schaut die Person das richtige Stockwerk an diesem Haus an?

Mit dieser Methode kann man z.B. vor einer Museumstür bei Blickrichtung zum Museum in das äußere rechte Fenster im 3. Stock einen Dinosaurier platzieren. Für Kinder ganz großes Kino, das gleich Lust auf die Naturkunde-Ausstellung macht!

2) Image recognition AR – Augmented Reality auf Basis von Bilderkennung

Hier wird es schon etwas komplizierter. Nun muss die App ein Objekt im Kameraausschnitt erkennen. Das Objektfoto ist hinterlegt und die App vergleicht, ob es das richtige Objekt ist. Falls ja, wird das AR-Objekt darüber geblendet. Andernfalls nicht. Klingt vielleicht einfacher als die Methode in Punkt 1, ist jedoch programmiertechnisch deutlich anspruchsvoller und auch fehleranfälliger. So können z.B. die Umweltbedingungen (Helligkeit, Schattenwurf) erschwerend hineinspielen. Mit dieser Methode könnte man z.B. über das Bild eines sanierten Hauses ein Bild des selben Gebäudes vor 100 Jahren legen. Auch den Dino aus dem obigen Beispiel könnte man so platzieren, wenn das Fenster als Objekt gut und eindeutig wiedererkennbar wäre.

In nächster Zeit werde ich die oben genannte IKEA-App noch einmal genauer vorstellen und etwas mehr zur dort verwendeten AR schreiben. In der Zwischenzeit finden sich hier Beispiele zum Anschauen:

http://www.wiwo.de/technologie/gadgets/augmented-reality-diese-apps-erweitern-ihre-realitaet/8152768.html

http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article119525750/Ikea-App-projiziert-Moebel-in-die-eigene-Wohnung.html

https://itunes.apple.com/DE/app/ikea-catalogue/id386592716?mt=8

(Artikel in Anlehnung an einen Vortrag von Holger Simon, Pausanio, auf einem Symposium am 15.11.2013 in Frankfurt/Oder)

By

Schöne Apps, Teil 1: Die H&M iPhone App

Quelle: apple.com

Wer kürzlich in den Top-Charts des Apple App Store gestöbert hat, dem dürfte die H&M App aufgefallen sein. Ich habe sie mir geladen und auf der Rückfahrt vom Büro im Bus getestet. Folglich rechnete ich mit Problemen das Ladeverhalten betreffend – und wurde sehr positiv überrascht.

Aber der Reihe nach:

 

Look & Feel

H&M fährt seit Jahren eine interessante Marken-Strategie, die zweigleisig zu funktionieren scheint. Für High-Potential-Stammkunden („Fashionistas“) gibt es ein Magazin, eine Art Online-Shopping-Club und sehr hochwertig inszenierte Fashion-Fotos. In den Läden geht es oft etwas bodenständiger zu, und die Preisstrategie setzt nach wie vor primär auf günstige Klamotten. Jedoch findet sich auch hier ein Anteil High-End-Produkte (z.B. von Karl Lagerfeld).

Die App setzt die hochwertige Strategie fort: Glossy Interface, hochauflösende Mode-Fotografie, ein anspruchsvoll variiertes Layout, verschiedene Teaser und gut gemachte Videos. Ich würde mich definitiv nicht als Fashionista bezeichnen. Trotzdem war ich begeistert von den Fotos, dem Sortiment und der Präsentation der Kollektion. Auch beim beim Reinzoomen wurde ich nicht enttäuscht: Bis auf die Nähte zu schauen, ist gar kein Problem!

Konzept

Auch das Konzept nimmt den Mode bewussten Nutzer ernst. Es präsentiert nicht nur Pullover, Röcke und Hosen, sondern enthält verschiedene Tools zur Unterstützung des Outfit-Building. So kann man aufrufen, womit ein Teil gut kombinierbar wäre und welche Teile aus dem aktuellen Sortiment auf dem Foto noch sichtbar sind. Ein Klick, und man ist beim Kombinationsteil angelangt. Eine nicht zu unterschätzende Funktion, denn das Sortiment ist einfach riesig. Hierbei hilft auch eine sehr erwachsene Such- und Filterfunktion, die nach Anlass („Büromode“), Farbe, Geschlecht, Kleider-Art und Angebotsstatus („Sale“) sortieren lässt.

Die App fungiert nicht nur als Einkaufsberater und Katalog, sie ist als kompletter Shop angelegt. Es gibt ein Postfach, eine Orderliste, eine Bestell-Verfolgung und die Möglichkeit zur Bezahlung mittels einmaliger monatlicher Gesamtrechnung. Zum ersten Mal war ich geneigt, tatsächlich mobil einzukaufen. Bei den Preisen von H&M und der bekannten Passform macht das tatsächlich Sinn.

Technische Qualität

Gleich vorneweg: Die Performanz der App ist der Hammer. Meine Busfahrt zur Arbeit ist gewöhnlich von durchwachsener Internetverbindung geprägt. An manchen Stellen macht nicht einmal googeln Spaß. Die Schweden scheinen einen eigenen Draht zu haben – ich habe während der gesamten Busfahrt problemlos von Modefoto zu Modefoto gesurft. Verfügbarkeiten der Kleider werden bis auf die Farbe und Größe genau angezeigt. Die Videos ließen sich zügig laden. Kein Hänger, nirgendwo. Und das bei der Bildmenge und -qualität! Hut ab!!

Unter Mein H&M / Einstellungen / Mehr zur App ist eine Liste der verwendeten Lizenzen und Tools zu finden. Unter anderem wird mit Apache 2.0, Apple Reachability und SDURLCache gearbeitet. Daumen hoch!

Fazit

Erstaunlich, welche Funktions-Fülle in eine App geht, ohne zu nerven, zu verwirren oder unübersichtlich zu werden. Katalogbestellung, FAQ, Filialfinder… alles dabei. Interessant wäre ein BIick auf die Schnittstelle bzw. das dahinter liegende CMS. Die Pflege der Daten hat sicher großen Anteil an der Qualität der App. Auch die Warenwirtschaft scheint angeschlossen, wobei die Aktualisierungszyklen erstmal im Verborgenen bleiben. Einen einheitlichen Prozess zur Inhalte-Konzeption und -Produktion für Magazin, Webseite und App zu definieren, war sicher eine kleine Herausforderung. Ich finde, das ist gut gelungen und das Ergebnis wirkt professionell, effizient und gleichzeitig sehr hochwertig. Schöne App! Die Schweden wissen, was sie tun!

By

App-Update für Storytude

Schickes neues Design, schlankere Navigation und eine neue Tour: Das Update unserer eigenen App „Storytude“ auf iOS hat uns wirklich vorangebracht. Wir haben das Produkt von Altlasten entschlackt, was ja nicht immer einfach ist:

Von der alten „Tab-Bar-Navi“ haben wir auf einen Homescreen umgestellt, der nur situativ die Code-Eingabe und den Punkt „Meine Touren“ anzeigt. Auch die Auswahl einer Tour haben wir neu konzipiert: Statt zunehmend langer Liste gibt’s nun erst die Stadtauswahl und danach gleich die Tour-Cover mit allen Grundinformationen zu sehen. Es kam aber auch etwas Neues hinzu: Zu jeder Tour gibt es nun Highlights in Text und Bild, um euch richtig Lust auf eine Tour zu machen! Auch das Backend wurde umkonzipiert und auf Amazon Webservices umgestellt und die Webseite überarbeitet.

Im gleichen Rutsch habe ich mir noch einmal genau angesehen, wie die Suchfunktion im AppStore aktuell agiert. Ich kann jedem nur empfehlen, dort testweise verschiedene Suchen auszuführen. Nur so lässt sich wirklich verstehen, was da passiert. In aller Kürze: Die Suche ist mit den bekannten Websuchmaschinen und ihren Algorithmen nicht zu vergleichen. Es werden nur Titel und Keywords der AppStore-Texte durchsucht, sodass beide maximal und klug auszunutzen sind. Die Keywordsuche ist exakt, d.h. „Berlin Tour“ deckt nicht „Berlin Touren“ ab, auch nicht „Berlin“. Da nur 100 Zeichen zur Verfügung stehen, ist eine Optimierung für mehrere Städte, wie Storytude es ja braucht, ziemlich schwierig.

Ich bin gespannt, wie wir uns nun im Ranking und in den Downloads schlagen. Bericht folgt!

https://itunes.apple.com/de/app/storytude-horen-erleben/id418306327?mt=8

bg_storytude_klein

By

Endlich: Berliner Geschichtswerkstatt mit neuer App über Zwangsarbeit

Foto

In Zusammenarbeit mit der Berliner Geschichtswerkstatt hat mobile melting kürzlich eine App entwickelt, die an das Leben von Zwangsarbeitern im nationalsozialistischen Berlin erinnert. Rund eine halbe Million Zwangsarbeiter mußten zwischen 1939 und 1945 in Berliner Fabriken, Dienststellen und Haushalten schuften. Untergebracht waren sie in etwa 3000 Lagern. Zeitzeugen leiten in fünf Touren multimedial durch die Stadt und berichten von Lagern und Fabriken, Hunger und Gewalt, Opfern und Tätern. Zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit der S-Bahn werden die Nutzer anhand von Karten, Bildern und Dokumenten an die Orte geführt, wo junge Menschen unter unwürdigen Bedingungen schwerste Arbeit verrichten mussten. Besucht werden die Fabriken des AEG-Konzerns, Bahnhöfe der Reichsbahn und viele Betriebe der Zwangsarbeit zwischen Flughafen und Bahnhof Zoo. Aber nicht nur die Opfer kommen zu Wort, auch die Täter, die in den Ministerien die Arbeitseinsätze organisierten, werden beleuchtet. Welche Arbeit sie verrichteten und wie sie dabei behandelt wurden – darüber berichten Sinaida, François, František und viele andere. Ab sofort steht die App auf Deutsch und Englisch für iPhones zur Verfügung. Unbedingt anhören!

By

Website Launch der Pink Box Österreich

Diese Woche Dienstag, also am 16. Juli, wurde gemäß Zeitplan die Pink Box Österreich gelauncht. Unser Part war wieder das Templating und darauf zu achten, dass das Front-End sich den NutzerInnen konsistent präsentiert. Das umfasst die Inhalte, das Layout und die ganzen Details, die beim Templating zu beachten sind: Bilder, Farben, Icons, Striche, Hintergrund-Grafiken, richtige Links und so weiter und so fort. Immer wieder fällt mir auf, wie viel Arbeit und Aufwand nötig sind, um eine Seite in die Welt zu bringen. Für alle, die einen Über- und Einblick möchten, trage ich hier den Prozess bzw. die Punkte zusammen, die zu einer gelaunchten Webseite führen.

Launch einer Webseite – was braucht’s?

  • Schritt 1: Die Idee, das Produkt, der Markt, die Zielgruppe. Wie bei jeder Sache, die wir Menschen kreieren und in die Welt setzen möchten, braucht es über die Idee hinaus ein Konzept. Zu Beginn stellen sich viele Fragen. Was macht diese Sache? Für wen ist sie? Was ist das Ziel? Im Falle der Pink Box könnte man sagen: es ist ein monatliches Abo mit neuen Kosmetikprodukten zum Ausprobieren für eine weibliche Zielgruppe zwischen 16 und 33 Jahren. Ziel: auf neue Kosmetikprodukte aufmerksam machen, Freude bereiten, x Stück der Boxen monatlich verkaufen und y € Umsatz machen.
  • Schritt 2: Das Internet als Vertriebsweg. Wir setzen mit der Website erst an, wenn unserem Kunden klar ist, dass ein Vertriebsweg (und in unserem Beispiel der Pink Box der einzige) das Internet ist. Dazu müssen das Geschäftsmodell und Produkt längst stehen – es sei denn, diese werden zunächst getestet. Ist die Nachfrage noch unklar, kann man mit einer relativ schlanken Website, einem schmalen Anfangsbudget und der Buchung von Anzeigen (z.B. über Google AdWords) prüfen, ob es einen Bedarf gibt. Wenn sich eine Anzahl von x Menschen für das Produkt interessieren, und dieses x in einen Bereich fällt, in dem Aufwand und Mühe lohnenwert erscheinen, dann kann man das Aufsetzen eines Online Shops in Erwägung ziehen. Ob sich dieser im klassischen Web, als Web-App oder App präsentiert, ist abzuwägen und hängt von der Zielgruppe und Nutzungssituation ab. Das kann für jedes Produkt individuell sein und bestimmt die Markteintrittsstrategie.
  • Schritt 3: Produkt und Produktwelt. Meist gibt es bereits ein fertiges Produkt, bevor wir als Web- und App-Agentur die Produktwelt im Internet kreieren. Dann bekommen wir das Logo und Fotos vom Produkt geliefert und entwerfen dazu passend die Webseite. In ihr – und jetzt wird es wirklich interessant – spiegelt sich all das, was das Produkt ausdrücken, wen es ansprechen will. Die Webseite hat bei einem normalen Nutzer wenige zehntel Sekunden Zeit, um sein Interesse, sein Gefühl zu wecken. Da kommt es auf eine ästehtische Gestaltung, schöne Bilder, schnelle Ladezeiten und den klar dargestellten Produktnutzen an. Wenn der Nutzer sich zu Beginn angezogen fühlt, dann erst beginnt für ihn die so genannte User- oder auch Customer-Journey. Vereinfacht könnten wir auch sagen, es ist die Reise, die er noch durch Ihre Webseite unternimmt, um schließlich die Bestellung abzuschicken. Diese Reise – wie jede andere auch – gestaltet sich desto einfacher, je besser die Wege sind.
  • Schitt 4: Die große Ausnahme – der Weg allein ist nicht das Ziel. Sondern der Weg sollte unbedingt zum Ziel führen. Und das möglichst einfach, ästhetisch und verständlich. Angenommen, Ihre Webseite hat dem Kunden das Produkt schmackhaft gemacht und nun möchte der Kunde Ihr Produkt bestellen. Jetzt hat er den Weg eingeschlagen und jetzt sollten alle Wegweiser an der richtigen Stelle stehen, nicht mehr ablenken, sondern zum Ziel zeigen. Und der Weg ist steinig: es gibt ein Formular mit Adressdaten auszufüllen, es gibt die Auswahl der Zahlungsmethoden, es gibt die AGB und die Erklärung zum Widerrufsrecht, schließlich die Bestätigungsmail. Wenn hier was hackt, nicht auf Anhieb geht, sehr umständlich wirkt und schlicht „nervt“, dann schubsen Sie Ihren Kunden praktisch eigenhändig vom Weg. Das soll nicht sein. Die Usability, die Bedienbarkeit der Seite, ist hier besonders gefordert. Und der einzige Weg, zu prüfen, ob beispielsweise der Bestellvorgang gut gemacht ist, ist ihn zu testen.
  • Schritt 5: Testen – das wird Ihnen jeder ernsthafte Entwickler sowieso raten. Ja, unsere Zeit ist schnelllebig. Dinge kommen schnell und gehen auch wieder schnell. Trotzdem: der solide Ansatz ist immer noch genauso gut wie eh und je. Jede Software sollte gestestet werden. Auf Funktionalität und Bedienbarkeit – das sind die beiden Hauptaspekte. Testen geht mit echten Menschen. Und hier kommen wir zur nächsten Schwierigkeit: meist werden von Kundenseite dafür keine Zeit und kein Budget eingeplant, weil der Launch schnell gehen soll. Ein grober Fehler, denn alles, was später ausgebessert werden muss, kostet doppelt oder dreimal so viel. Solide Produkte wurden getestet: Autos, Flugzeuge, iPads, iPhones, Crèmes. Würden Sie gern ungetestete Produkte benutzen? Bei einer Webseite ist der Schaden sicher nicht so groß wie bei einem Auto, das nicht bremst. Aber es birngt ebenfalls einen Verlust mit – und dieser liegt dann auf der Seite des Auftraggebers. Wenn seien Kunden nicht bestellen, war das ganze Erschaffen des Produktes hinfällig.
  • Schritt 6: Kontinuierliche Verbesserungen von Details. Das ist nunmal so: damit eine Sache langfristig funktioniert, muss sie verfeinert und immer wieder verbessert werden. So auch Ihr Webshop. Er wächst und reift mit Ihnen und dem Produkt. Da gibt’s ein neus Produkt, das ein eingestellt werden soll, hier soll ein Teaser passend zur Jahreszeit aussehen oder es gibt eine neue Zahlungsart. Das Sinnvolle soll natürlich auch Ihrem Kunden zu Gute kommen und so sollten Sie immer wieder Budget zur Pflege Ihres Webshops / Ihrer Webseite einplanen. Einen Teil können Sie einsparen, wenn Sie Produkte selbst pflegen und sich bemühen, sie auf dem aktuellen Stand zu halten. Für Kosmetik am Front-End sind Grafiker und Templater zuständig. Kleine, immer wieder neue, ansprechende Ideen für das Aussehen kommen bei der Zielgruppe gut an und können von Ihnen als Betreiber gut über verschiedene Kanäle mitgeteilt werden. Und da sind wir auch schon beim Punkt Kommunikation.
  • Schritt 7: Beschenken Sie Ihre Nutzer. Ihr Webshop ist fertig, Ihr Produkt sieht super aus, ein paar Bestellungen kommen von selbst rein, hier und da haben Sie ein paar Anzeigen geschaltet. Wenn das bereits ausreicht, prima. Falls nicht, dann sollten Sie noch zu anderen Mitteln greifen, um mehr Platz in der Welt zu bekommen: verschenken Sie etwas. Ziehen Sie neue Nutzer über ein interessantes Thema, das mit Ihrem Produkt zu tun hat, an. Wir kommen hier wieder zum Thema Mehrwert. Sobald es einen echten Mehrwert gibt, werden Ihre Kunden begeistert Neukunden anschleppen. Wenn diese dann bestellen, läuft es rund. Zum Thema Mehrwert gibt es bereits einen ganzen Artikel von uns – Sie finden ihn hier. Ob App, Web oder Welt – es gelten dieselben Prinzipien.

 

By

Wofür ist (m)eine App gut?

Es kommt häufig vor, dass wir Anfragen zu Apps bekommen, die keinen klaren Kernnutzen haben, sondern alles Mögliche können sollen. Es sollen Features programmiert werden wie Kalender, Mail aus der App schicken, Foto machen, etwas bewerten, etwas herunterladen, Website oder Video anzeigen und so weiter und so fort. Man kann wirklich alles in eine App packen, keine Frage von Können.
Sie haben sicher schon von der Eierlegenden Wollmilchsau gehört? Die Schwierigkeit besteht darin, unserem Kunden verständlich zu machen, dass sein Kunde (im Folgenden „Nutzer“ genannt) gar keine App haben möchte, die alles kann. Das liegt daran, weil es zum Einen schon jede Menge Apps gibt, die eine spezielle Aufgabe sehr gut erfüllen und zum Anderen: der Nutzer wird heutzutage so überhäuft mit Infos, mit Angeboten, mit Rabatten, mit Werbung, dass er sehr gern eine App benutzt, die ihm dient und die nicht schon wieder die Reste seiner Aufmerksamkeit verschlingen möchte.

Mehrwert. Ja, ein schönes Wort. Und doch, oft wird’s einfach vergessen, was das bedeutet. Zuerst ging es im populären Web darum sich zu präsentieren. Unsere Firma, unsere Webseite, jetzt: unsere App. Infos über uns als Firma, Öffnungszeiten etc. Schön und gut. Das sind Informationen, aber noch kein Mehrwert. Ein Mehrwert hat wirklich nur den Nutzer im Fokus. Mehrwert ist ein Geschenk, idealerweise ohne eine ersichtliche Erwartung. Mehrwert ist etwas, das dem Nutzer Spaß macht oder ihn bei etwas signifikant unterstützt. Stellen Sie sich den Mehrwert wie eine gute Flasche Wein oder eine Pralinenschachtel vor. Natürlich geben Sie sie mit einer Intention und hoffen, dass Ihr Geschenk Sie in ein gutes Licht stellt und der andere sich an Sie erinnert. Und gleichzeitig übergeben Sie diese Schachtel Pralinen wirklich. Sie übergeben nicht nur die Idee der Schachtel, sondern die Süßigkeit selbst. Und sie lassen los. Es ist ein Invest.

Bei einer App, die Sie Ihren Nutzern bieten, sollte das genauso sein. Sie investieren mit der Hoffnung, dass Sie im guten Licht stehen und Ihr Nutzer sich an Sie erinnert und gleichzeitig lassen Sie los und geben ihm das Geschenk. Das funktioniert in der materiellen und der virtuellen Welt. Sie kaufen die Schachtel Pralinen im Handel, Sie kaufen die App beim Dienstleister. Sie zahlen mehr für die App, weil Sie sie viel öfter verschenken können und sie sich nicht abnutzt.

Verschenken Sie nicht die Katze im Sack, die den Nutzer anspringt und dabei verrät, dass Sie eigentlich nur was von ihm erwarten. Verschenken Sie Freude in Form eines witzigen Spiels oder in Form von Unterhaltung, verschenken Sie ein sinnvolles Tool, das der Nutzer in seinem Alltag aufrufen und nutzen kann. Egal was – worauf es ankommt, ist Ihre Ehrlichkeit dabei. Ein ehrlicher Mehrwert zahlt sich aus, ein falscher Mehrwert bleibt als App-Leiche im App Store liegen. Das können Sie sich sofort sparen.

Es reicht völlig aus, wenn Ihre App eine oben genannte Sache richtig gut kann. Ideen, die Sie sonst noch haben oder vermitteln wollen, dürfen Sie um diesen Nutzen herumsetzen, aber stehlen Sie der Hauptidee, also dem Kernnutzen, nicht die Show. Damit hätten Sie die Schachtel Pralinen vorher geöffnet und welche gegessen. Das ist dann keine Freude. Die Idee reicht nicht, es muss konsequent sein. In beiden Fällen, Praline oder App. Sie können ja noch mal schauen unter Customer-Experience-Management, klingt riesig, meint aber immer wieder und wieder dasselbe: geben Sie etwas Freundliches, pflegen Sie auf ehrliche Weise Kontakte, um dafür in Erinnerung zu bleiben. Das geht Hand in Hand mit der User-Experience in einer App, also dem Erlebnis der Nutzung („oh toll“, „macht Spaß“, „ehm..dröge“). Bringen Sie Freude in die Welt, dröge ist sie genug!

Die Hauptfrage ist also: Was hat der Nutzer von meiner App? Macht Sie ihm gute Laune? Ist sie wirklich ein Geschenk?

Ich habe ein paar Beispiele für Apps herausgesucht, die wirklich ein Geschenk sind:

  • Zum Beispiel die Zeitreise Nürtingen App. Echt nett gemacht. Eine virtuelle Zeitreise durch die Stadt mit Archiv-Fotos und Audios. Hübsch, rund, geschenkt.
  • Oder die Mr Mood App, eine Spielerei, aber irgendwie witzig. Man kann täglich seine Laune auf interaktive Art festhalten und sieht am Ende eine Statistik. Wenn man längere Zeit schlechte Laune hatte, sollte man drüber nachdenken, etwas in seinem Leben zu ändern.
  • Nützlich könnte man diese App nennen, wenn man vor hat, nach Südtirol zu fahren. Culturonda stellt die Region vor, gibt Infos und sieht schick aus.
  • Nicht zu vergessen, die ganzen Apps, die beispielsweise Google rausgebracht hat: Mail App, Drive App, Kalender App – ich nutze sie fast täglich. Sinnvolle Tools. Google ist toll im Schenken, sie schenken die ganze Zeit. Dass sie auch nehmen, lässt sich nicht verbergen, klar. Aber sie sind verdammt erfolgreich.

Und ja, als Agentur für App Programmierung bieten wir natürlich die App Konzeption an, in der es um den Kernnutzen und Mehrwert geht.

By

Workshops für Kundenprojekte

In letzter Zeit halten wir vermehrt Workshops bei Kunden, um anstehende Projekte zu schärfen und im Team eine Grobkonzeption von Idee und Projekt anzufertigen. Für uns hat sich ein Workshop unter Verwendung von verschiedenen, angebrachten Methoden als sehr wertvolle Maßnahme herausgestellt.

Wichtig zu beachten sind unserer Erfahrung nach folgende Punkte:

1) Gute Vorbereitung ist umfangreich
Und damit meine ich nicht unsere Vorbereitung als Moderatoren oder das Aufsetzen der Agenda. Nee – vorher muss möglichst viel der Idee schon stehen, denn je mehr Vorarbeit, desto weiter kommt man im Termin. Je nach Fokus des Workshops ist sogar u.U. schon eine Feature-Liste vorhanden, ein Grobkonzept mit Wettbewerbsanalyse oder zumindest eine Ideenskizze. Auch das Ziel des Workshops gilt es zu definieren. Soll die Idee geschärft, geprüft oder noch weiter entwickelt werden? Wann sitzen die Techniker mit am Tisch, wann geht es ums Marketing? Brauchen wir Manpower für ein Brainstorming oder soll die Idee eher geschlossener werden?

2) Agenda-Building
Wenn Ziel und Teilnehmer klar sind und der Zeitrahmen gesetzt, geht es an das Bauen der optimalen Agenda. Klar, dass die strategischen Teile vorneweg gehen und der konkrete technische Teil am Ende folgt. Schwieriger ist das Zwischendrin. Besprechen wir erst die Marketing-Aspekte und dann die Feature-Konzeption? Hier wird in der Praxis ohnehin meist rollierend gearbeitet, weswegen solche Agendafragen einfach mutig entschieden werden können. Wichtig ist ein Wechsel zwischen aktiv-kreativen und betrachtend-analytischen Arbeitsformen. Wir haben mit einem Moderatorenwechsel für beide Formen gute Erfahrungen gemacht, was den Einführungsaufwand in die neue Denkweise jeweils sehr erleichtert. Und: Genügend Pausen einplanen…

3) Methoden, Methoden, Methoden
Es gibt Methoden zum Ideensammeln, Ideenschärfen, Systematisieren, um eine Positionierung zu finden, um Nutzenszenarien zu identifizieren… Wir arbeiten gern nach dem Buch „Gamestorming“ von Dave Gray, Sunni Brown und James Macanufo. Dort sind viele Methoden beschrieben, die oft sehr ungewöhnlich aber immer effektiv sind. Es braucht ein bisschen Mut, seinem Kunden ein „Product Pinocchio“ vorzuschlagen – aber es funktioniert! Das Buch werden wir in einem späteren Post genauer vorstellen.
Immer mit dabei sein sollten ausreichend Arbeitsmaterialien wie farbige Zettel, Textmarker, Packpapier und Klebestreifen. Mindestens eine weiße Wand sollte im Konferenzraum freigeräumt werden, um als zentraler „brain space“ zu dienen.

Es soll ja Leute geben, die solche „Bunte-Zettel-Workshops“ nicht recht haben können. Echt Pech, denn ich bin sicher, dass sie bald noch mehr Verbreitung finden werden. Zum Glück – ich bin immer wieder überrascht, wie wirkungsvoll gute Methoden kombiniert mit einem heterogenen Team sind. Ich gebe ja zu, dass auch ich anfangs Scheu hatte. Kreativ-Methoden können echt strange sein. Aber die Wirksamkeit von Product Pinochio und Co. hat mich überzeugt!

Product Pinocchio per Klebezettel

Positionierung finden

Klebezettel und Textmarker helfen beim "Rum-Clustern"

Clustering von Themen