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iOS + Android App Entwicklung in Berlin | MaibornWolff GmbH

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Forsana Gewichtscoaching App für Android

Wer an Weihnachten zu viel gegessen hat und überhaupt in 2014 endlich mal abnehmen möchte, dem kann unsere neuste Kunden-App weiterhelfen: Der forsana Coach für iPhone und Android.

Die Gewichtscoaching App arbeitet mit den forsana-Produkten (z.B. Shakes und Nahrungsergänzungsmittel) zusammen und errechnet einen täglichen Ernährungsplan für den oder die Abnehmwillige. Dabei wird auf ein gesundes Abnahmtempo geachtet, das von medizinisch fundierten Algorithmen berechnet wird. Eine Weckerfunktion erinnert charmant an das tägliche Wiegen.

Dann kann’s ja losgehen, das fitte 2014!

Grafik mit dem Verlauf der Gewichtsreduzierung

Hauptmenü der forsana App

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Augmented Reality (AR) für Apps im Überblick

Für einigen Wirbel sorgte diesen Sommer die neue IKEA-App, mit der man ausgewählte Möbel per Smartphone-Kamera im Raum platzieren und so ihre Wirkung im Heim prüfen konnte. Auch bei uns kommen Immer wieder Kunden mit dem Wunsch nach einer App mit Augmented-Reality-Features auf uns zu. Sehr selten kommt es dann wirklich dazu, den meist machen solche Features wenig Sinn, vor allem im Vergleich zu den Kosten. Doch ja, es gibt tolle Anwendungsfälle für AR, nicht nur bei IKEA! Vor allem im Produktverkauf rund um Heim und Wohnung, i Tourismus und Kultur sowie bei Spiel- und Lern-Apps für Kinder machen AR-Features durchaus Sinn.

In diesem Blogartikel möchte ich Einsteigern eine kurze Einführung in die Materie bieten, denn Augemented Reality ist fast schon zum Schlagwort verkommen – keiner weiß so recht, worum es wirklich dabei geht.

Deswegen in aller Kürze:

  • AR bedient sich immer der Kamera des Handys.
  • Diese wird auf reale Objekte in der direkten Umwelt gerichtet.
  • Es müssen „die richtigen“ Objekte sein, d.h. nicht jeder Kameraausschnitt funktioniert, er soll ja „passen“.
  • Über diese Objekte im Blickfeld der Kamera wird ein anderes visuelles Objekt gelegt.
  • Das Objekt kann verschiedene Formen, Farben und Transparenzgrade aufweisen.

Es gibt grob gesprochen zwei Arten von Augmented Reality für Apps:

1) Sensor based AR – Sensoren basierte Augmented Reality

Hierbei entscheidet die richtige Ausrichtung der Kamera darüber, ob ich sich in das Sichtfeld ein AR-Objekt einblendet. Die Ausrichtung der Kamera stellt das Handy über seine Sensoren fest:

  • GPS: Ist die Person am richten Ort auf der Welt?
  • Kompass: Zeigt die Kamera in die richtige Richtung, z.B. nach Nordosten?
  • Neigungswinkel: Schaut die Person das richtige Stockwerk an diesem Haus an?

Mit dieser Methode kann man z.B. vor einer Museumstür bei Blickrichtung zum Museum in das äußere rechte Fenster im 3. Stock einen Dinosaurier platzieren. Für Kinder ganz großes Kino, das gleich Lust auf die Naturkunde-Ausstellung macht!

2) Image recognition AR – Augmented Reality auf Basis von Bilderkennung

Hier wird es schon etwas komplizierter. Nun muss die App ein Objekt im Kameraausschnitt erkennen. Das Objektfoto ist hinterlegt und die App vergleicht, ob es das richtige Objekt ist. Falls ja, wird das AR-Objekt darüber geblendet. Andernfalls nicht. Klingt vielleicht einfacher als die Methode in Punkt 1, ist jedoch programmiertechnisch deutlich anspruchsvoller und auch fehleranfälliger. So können z.B. die Umweltbedingungen (Helligkeit, Schattenwurf) erschwerend hineinspielen. Mit dieser Methode könnte man z.B. über das Bild eines sanierten Hauses ein Bild des selben Gebäudes vor 100 Jahren legen. Auch den Dino aus dem obigen Beispiel könnte man so platzieren, wenn das Fenster als Objekt gut und eindeutig wiedererkennbar wäre.

In nächster Zeit werde ich die oben genannte IKEA-App noch einmal genauer vorstellen und etwas mehr zur dort verwendeten AR schreiben. In der Zwischenzeit finden sich hier Beispiele zum Anschauen:

http://www.wiwo.de/technologie/gadgets/augmented-reality-diese-apps-erweitern-ihre-realitaet/8152768.html

http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article119525750/Ikea-App-projiziert-Moebel-in-die-eigene-Wohnung.html

https://itunes.apple.com/DE/app/ikea-catalogue/id386592716?mt=8

(Artikel in Anlehnung an einen Vortrag von Holger Simon, Pausanio, auf einem Symposium am 15.11.2013 in Frankfurt/Oder)

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Seminar zum Thema mobile App Basics in Berlin

Seminar-Nutzen

Apps sind mittlerweile für jede Branche wichtig. Da es sich um Software handelt, ist jedes App-Projekt eine eigene Software-Entiwicklung, die Know-How erfordert. Unsere Kunden kommen oft aus dem Marketing und verfügen über wenig technisches Fachwissen, um solche Projekte planen und steuern zu können. Dieses Seminar schafft kurz, knackig und unterhaltsam Abhilfe!

Inhalte Seminar App Basics

Überblick und Einführung in das Thema mobile Apps für Teilnehmer, die App-Projekte ins Auge fassen oder sich zum Thema allgemein informieren wollen. Das Seminar dauert drei Stunden und klärt alle grundlegenden Fragen zum Thema Smartphone Apps. Zudem werden konkrete Fragen, Ideen und Lösungsansätze der Teilnehmer besprochen.

Agenda

  • Android, iPhone, WebApp? Was ist eine App, welche Arten gibt es?
  • Wann ist eine App sinnvoll, wann reicht eine mobile Webseite?
  • Beispiele für gute Apps zum Ausprobieren und Diskutieren.
  • Was kosten Apps und wie geht man vor?
  • Konkrete Vorhaben und Fragen der Teilnehmer.

 

Termine

Nächster Termin: 10.01.2014 (Freitag) von 9:00 bis 12:00 in Berlin Weißensee

Weitere Termine: 23.01.2014, 06.02.2014 oder nach Ihren Wünschen bei Ihnen inhouse.

 

Ort

Webraumfahrer GmbH, Berliner Allee 88, 13088 Berlin

 

Anmeldung

Ansprechpartnerin bei uns ist Lydia Horn: lh@mobile-melting.de oder 030 315 186 70.

Das Seminar kostet 149 € inkl. Pausenverpflegung und Seminarunterlage.

 

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Schöne Apps, Teil 1: Die H&M iPhone App

Quelle: apple.com

Wer kürzlich in den Top-Charts des Apple App Store gestöbert hat, dem dürfte die H&M App aufgefallen sein. Ich habe sie mir geladen und auf der Rückfahrt vom Büro im Bus getestet. Folglich rechnete ich mit Problemen das Ladeverhalten betreffend – und wurde sehr positiv überrascht.

Aber der Reihe nach:

 

Look & Feel

H&M fährt seit Jahren eine interessante Marken-Strategie, die zweigleisig zu funktionieren scheint. Für High-Potential-Stammkunden („Fashionistas“) gibt es ein Magazin, eine Art Online-Shopping-Club und sehr hochwertig inszenierte Fashion-Fotos. In den Läden geht es oft etwas bodenständiger zu, und die Preisstrategie setzt nach wie vor primär auf günstige Klamotten. Jedoch findet sich auch hier ein Anteil High-End-Produkte (z.B. von Karl Lagerfeld).

Die App setzt die hochwertige Strategie fort: Glossy Interface, hochauflösende Mode-Fotografie, ein anspruchsvoll variiertes Layout, verschiedene Teaser und gut gemachte Videos. Ich würde mich definitiv nicht als Fashionista bezeichnen. Trotzdem war ich begeistert von den Fotos, dem Sortiment und der Präsentation der Kollektion. Auch beim beim Reinzoomen wurde ich nicht enttäuscht: Bis auf die Nähte zu schauen, ist gar kein Problem!

Konzept

Auch das Konzept nimmt den Mode bewussten Nutzer ernst. Es präsentiert nicht nur Pullover, Röcke und Hosen, sondern enthält verschiedene Tools zur Unterstützung des Outfit-Building. So kann man aufrufen, womit ein Teil gut kombinierbar wäre und welche Teile aus dem aktuellen Sortiment auf dem Foto noch sichtbar sind. Ein Klick, und man ist beim Kombinationsteil angelangt. Eine nicht zu unterschätzende Funktion, denn das Sortiment ist einfach riesig. Hierbei hilft auch eine sehr erwachsene Such- und Filterfunktion, die nach Anlass („Büromode“), Farbe, Geschlecht, Kleider-Art und Angebotsstatus („Sale“) sortieren lässt.

Die App fungiert nicht nur als Einkaufsberater und Katalog, sie ist als kompletter Shop angelegt. Es gibt ein Postfach, eine Orderliste, eine Bestell-Verfolgung und die Möglichkeit zur Bezahlung mittels einmaliger monatlicher Gesamtrechnung. Zum ersten Mal war ich geneigt, tatsächlich mobil einzukaufen. Bei den Preisen von H&M und der bekannten Passform macht das tatsächlich Sinn.

Technische Qualität

Gleich vorneweg: Die Performanz der App ist der Hammer. Meine Busfahrt zur Arbeit ist gewöhnlich von durchwachsener Internetverbindung geprägt. An manchen Stellen macht nicht einmal googeln Spaß. Die Schweden scheinen einen eigenen Draht zu haben – ich habe während der gesamten Busfahrt problemlos von Modefoto zu Modefoto gesurft. Verfügbarkeiten der Kleider werden bis auf die Farbe und Größe genau angezeigt. Die Videos ließen sich zügig laden. Kein Hänger, nirgendwo. Und das bei der Bildmenge und -qualität! Hut ab!!

Unter Mein H&M / Einstellungen / Mehr zur App ist eine Liste der verwendeten Lizenzen und Tools zu finden. Unter anderem wird mit Apache 2.0, Apple Reachability und SDURLCache gearbeitet. Daumen hoch!

Fazit

Erstaunlich, welche Funktions-Fülle in eine App geht, ohne zu nerven, zu verwirren oder unübersichtlich zu werden. Katalogbestellung, FAQ, Filialfinder… alles dabei. Interessant wäre ein BIick auf die Schnittstelle bzw. das dahinter liegende CMS. Die Pflege der Daten hat sicher großen Anteil an der Qualität der App. Auch die Warenwirtschaft scheint angeschlossen, wobei die Aktualisierungszyklen erstmal im Verborgenen bleiben. Einen einheitlichen Prozess zur Inhalte-Konzeption und -Produktion für Magazin, Webseite und App zu definieren, war sicher eine kleine Herausforderung. Ich finde, das ist gut gelungen und das Ergebnis wirkt professionell, effizient und gleichzeitig sehr hochwertig. Schöne App! Die Schweden wissen, was sie tun!

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Android Apps auf dem Vormarsch

Android Robot*

Android Robot*

Dieser Herbst ist anders – zum ersten Mal in der Geschichte der Agentur arbeiten wir ausschließlich an Android-Projekten. Bisher dominierten Anfragen nach iPhone-Apps unsere Kundenprojekte, doch dies hat sich über den Sommer drastisch geändert.

Unsere Auftragslage folgt somit dem globalen Trend: Handys mit dem Betriebssystem Android sind längst Marktführer unter den Smartphones.

Die Frage unserer Kunden, ob es sinnvoller ist, zuerst eine iPhone- oder eine Android-App zu entwickeln, war bisher immer leicht zu beantworten. Prototypen wurden auf iOS gebaut, das war einfacher, Prestige-trächtiger und überhaupt waren iPhone-Nutzer die interessantere Zielgruppe. Mengenmäßig, aber auch finanziell. So einfach ist das nun nicht mehr – es kommt jetzt tatsächlich „ganz drauf an“.

Wann sich iOS lohnt

Unserer Erfahrung nach lohnt es sich nach wie vor oft, mit dem iPhone bzw. iPad zu starten. Und zwar wenn:

  • Es keinen Grund für Android gibt. Android-Entwicklung ist noch immer einen Tick aufwendiger und teurer, z.B. wegen der Fragmentierung der Gerätelandschaft.
  • Wenn Sie sich an eine hochwertige Nutzerschaft richten, die über dem Mainstream liegt.
  • Es ein besonders individuelles Interface sein soll – auch hier gibt es mehr Aufwände bei der Android-Entwicklung.
  • Wenn es um Endkunden-Apps geht, in denen etwas verkauft werden soll, z.B. ein Shop-Ableger.
  • Wenn es vertriebsrelevante Apps sind. Die Mehrheit der Vertriebsteams scheint auf iOS unterwegs zu sein.

 

Wann Android Sinn macht

Auch für Android gibt es gute Gründe:

  • Wenn Ihre Zielgruppe jung und mainstreamig ist.
  • Wenn Marktforschung ergeben hat, dass Ihre Kunden mehrheitlich Android nutzen.
  • Wenn Ihre App viele Nutzer erreichen soll und dabei kostenfrei ist.
  • Wenn es Sie damit leben können, dass das App-Interface nicht auf jedem der 1.000 Gerätetypen perfekt aussieht.
  • Wenn Sie noch die Chance haben, in Ihrer Firma auf die Hardware-Auswahl Einfluss zu nehmen. Hier können Sie mit der Entscheidung für Android viel Geld sparen. Vergleichen Sie z.B. die Preise eines iPads und eines Samsung Galaxy Tabs.

Auch ein relevanter Aspekt: Der Rollout und auch das Tester-Management sind auf Android deutlich einfacher und schneller. Fraglich nur, ob man diese Zeitvorteile nicht beim Debugging und Testing wieder verliert, da deutlich mehr Gerätetypen zu beachten sind.

 

Fazit: iOS ist einfacher, Android braucht einen Grund.

Hat Ihr Projekt keine der oben genannten speziellen Faktoren, dann gilt als Entscheidungshilfe: Gibt es keinen Grund FÜR Android, starte mit einer iOS-App!

Meinungen, Kommentare, Fragen zum Thema Android Apps? Gerne an lydia at mobile-melting.de oder als Kommentar.

 

* The Android robot is reproduced or modified from work created and shared by Google and used according to terms described in the Creative Commons 3.0 Attribution License.

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App-Update für Storytude

Schickes neues Design, schlankere Navigation und eine neue Tour: Das Update unserer eigenen App „Storytude“ auf iOS hat uns wirklich vorangebracht. Wir haben das Produkt von Altlasten entschlackt, was ja nicht immer einfach ist:

Von der alten „Tab-Bar-Navi“ haben wir auf einen Homescreen umgestellt, der nur situativ die Code-Eingabe und den Punkt „Meine Touren“ anzeigt. Auch die Auswahl einer Tour haben wir neu konzipiert: Statt zunehmend langer Liste gibt’s nun erst die Stadtauswahl und danach gleich die Tour-Cover mit allen Grundinformationen zu sehen. Es kam aber auch etwas Neues hinzu: Zu jeder Tour gibt es nun Highlights in Text und Bild, um euch richtig Lust auf eine Tour zu machen! Auch das Backend wurde umkonzipiert und auf Amazon Webservices umgestellt und die Webseite überarbeitet.

Im gleichen Rutsch habe ich mir noch einmal genau angesehen, wie die Suchfunktion im AppStore aktuell agiert. Ich kann jedem nur empfehlen, dort testweise verschiedene Suchen auszuführen. Nur so lässt sich wirklich verstehen, was da passiert. In aller Kürze: Die Suche ist mit den bekannten Websuchmaschinen und ihren Algorithmen nicht zu vergleichen. Es werden nur Titel und Keywords der AppStore-Texte durchsucht, sodass beide maximal und klug auszunutzen sind. Die Keywordsuche ist exakt, d.h. „Berlin Tour“ deckt nicht „Berlin Touren“ ab, auch nicht „Berlin“. Da nur 100 Zeichen zur Verfügung stehen, ist eine Optimierung für mehrere Städte, wie Storytude es ja braucht, ziemlich schwierig.

Ich bin gespannt, wie wir uns nun im Ranking und in den Downloads schlagen. Bericht folgt!

https://itunes.apple.com/de/app/storytude-horen-erleben/id418306327?mt=8

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Mobile Cross Plattform Entwicklung – Plattformen im Test

In den letzten Jahren drängten zunehmend neue und verbesserte Mobilplattformen auf den Markt und machen Apple seine Anteile streitig. Derzeit sieht es in etwa so aus: Android (73.6%), iOS (16.9%), Windows Phone (6.1%) und Blackberry (0.5%). Für die App Entwicklung heißt das, dass Apps für unterschiedliche Plattformen erstellt werden müssen. Somit steigen Aufwand und Kosten für eine App, denn der Quellcode muss jeweils komplett neu geschrieben werden.

Um die Kosten zu senken und die Entwicklungszeit zu verkürzen, gibt es viele Lösungsansätze im Bereich Mobile Cross Plattformen mit dem Ziel, eine App plattformübergreifend nur einmal (!) zu entwickeln. Die Ansätze können grob in Web basierte und native Cross Plattformen unterteilt werden.

Web basierte Cross Plattformen

Web basierte Cross Plattformen machen sich die Eigenschaft zunutze, das alle Smartphones Webtechnologien nutzen. Mittels HTML5, CSS und Javascript kann eine sogenannte Web App schnell und einfach für alle Mobilplattformen umgesetzt werden.

Auf dem ersten Blick scheint dieser Lösungsansatz sehr zufriedenstellend zu sein. Er birgt aber auch große Nachteile. Web Apps bedeuten immer Kompromisse im UI Bereich, die Offlinefähigkeit ist eingeschränkt wie auch der Zugriff auf Gerätefunktionen. Die Performance ist gering bis mittel, eben nicht zu vergleichen mit „echten“, d.h. nativen Apps.

Web basierte Cross Plattform Tools sind beispielsweise Appcelerator Titanium, AppFurnace, IUI, AMPchroma und PhoneGap.

Native Cross Plattformen

Native Cross Plattformen kapseln den Zugriff auf die Mobilplattformen für den Entwickler. Es gibt einen abstrakten Layer, welcher die plattformspezifischen Aufrufe übernimmt. Dadurch kann ein Feature oberhalb des Layers einmal entwickelt werden und trotzdem auf mehreren Mobilplattformen laufen. Unterhalb des Layers wird plattformspezifischer Code verwendet.

Dieser Lösungsansatz versucht die Nachteile des Web basierten Ansatzes zu verhindern, indem er „echten“, d.h. nativen Zugriff auf die Mobilplattformen gewährleistet. Die Apps können durchaus komplexer sein, da man hardwarenäher und auch performanter entwickeln kann.

In letzter Zeit haben wir vier native Cross Plattformen untersucht, die wir hier vorstellen werden:

Codename One

Xamarin

Corona

Marmalade

Cross Plattform: Codename One

Codename One ist eine Java basierte Plattform, welche erst 2012 auf den Markt kam. Codename One unterstützt iOS, Android, Windows Phone 8 und Blackberry. Als Entwicklungsumgebung eignen sich Eclipse und Netbeans mit speziellen Plugins, die einen UI Designer und einen Simulator enthalten.

Codename One bietet gute UI Toolkits basierend auf Java Swing, welche aber plattformspezifisch sind. Zum Beispiel die iOS Tabbar und Android Tabbar sind den Mobilplattform Styles nachgebildet.

Um die App auf Geräten laufen lassen zu können, wird der Sourcecode zum Codename One Buildserver geschickt und dort für die entsprechende Mobilplattform kompiliert. Am Ende kann man die erstellten, binären Installationspakete bequem per QR-Code scannen und herunterladen bzw. installieren. Debuggen auf einem Gerät ist aber nicht möglich.

Für die Nutzung des Buildservers und technische Unterstützung benötigt man eine Lizenz. Eine Codename One PRO Lizenz kostet $79 monatlich.

Cross Plattform: Xamarin

Xamarin ist eine C# basierte Plattform. Man benötigt das Xamarin Studio unter MAC OS oder Visual Studio unter Windows. Zusätzlich müssen Android SDK und iOS SDK installiert werden, um den Sourcecode kompilieren und die Emulatoren nutzen zu können. Xamarin unterstützt Android und iOS auf Windows und MAC.

Im Bereich UI verwendet Xamarin jeweils die nativen SDKs. Das bedeutet, dass die UI je Plattform geschrieben werden muss und damit echt nativ ist. Der UI unabhängige Sourcecode (Datenhaltung und Logik) wird aber gemeinsam von allen Mobilplattformen genutzt.

Da Xamarin native SDKs und Emulatoren verwendet, gibt es nur wenige Überraschungen bei Tests mit Emulatoren gegenüber Tests auf Geräten. Als Ergänzung bietet Xamarin eine TestCloud, um die Apps remote auf unterschiedlichen Geräten testen zu können.

Eine Xamarin Business Lizenz kostet $999 pro Jahr.

Cross Plattform: Corona

Corona ist eine LUA Skript basierte Plattform. Es gibt keine umfangreiche IDE, aber einen Editor und Emulator. Corona unterstützt iOS und Android.

Corona bietet einige UI Komponenten, wie Tabbar und Tabellen. Diese UI Komponenten sind plattformunabhängig. Es ist möglich, direkt im Skript native Funktionen aufzurufen.

Um die App auf Geräten laufen lassen zu können, wird der Sourcecode zum Corona Buildserver geschickt und dort für die entsprechende Mobilplattform kompiliert. Debuggen ist generell nicht möglich, weder auf dem Emulator noch auf den Geräten.

Eine Corona PRO Lizenz kostet $50 pro Monat und eine Enterprise Lizenz kostet $85 pro Monat.

Cross Plattform: Marmalade

Marmalade ist eine C/C++ basierte Plattform. Sie nutzt zudem auch HTML5 und Lua Skript. Marmalade unterstützt iOS, Android, Blackberry undWindows Phone 8. Die IDE ist unter MAC OS in Xcode integriert, dadurch kann der native Emulator verwendet werden.

Marmalade bietet nur einfache UI Komponenten, wie Label und Button, aber komplexeren Komponenten wie Tabellen, Navigationsbars oder Tabbars.

Eine Marmalade Indie Lizenz kostet $499 pro Jahr und eine Plus Lizenz kostet $1499 pro Jahr.

Vergleich der vier Cross Plattformen

  1. Codename One
  2. Xamarin
  3. Corona
  4. Marmalade

Pros:

  • one code, run everywhere
  • good debug/test
  • Java
  • very good IDE
  • iPhone/iPad
  • native UI
  • 3rd Party library possible (C#)
  • use native simulators
  • TestCloud
  • one code, run everywhere
  • Corona Enterprise: call any Objective-C or Java library from within Corona
  • Offline build
  • html5hybridApp
  • very good performance
  • gaming
  • iOS on Windows possible

Cons:

  • not the real native UI feeling
  •  build on server only
  • no 3rd party library
  • different UI view between simulator and device
  • View&Controller is platform dependent (separated coding required)
  • Lua script not yet popular
  • UI not really good
  • Revenue limit
  • license cost high – not good as native UI

Projektbeispiel „Trashbusters“

Wir haben anhand des Beispielprojekts „Trashbusters“ eine native Cross Plattform getestet. „Trashbusters“ ist eine ortsbasierte App für iOS und Android, in der man Müll-Hotspots in einer Stadt melden kann. Die Hauptanforderungen waren:

Kamerazugriff, um ein Bild des Müllhaufens aufzunehmen. Das Bild kann eventuell auch aus der Gallery ausgewählt werden.

GPS Nutzung, um den Standort des Müllhotspots festzuhalten.

Netzwerkzugriff, um alle Informationen zu einem Server übertragen und sammeln zu können.

Die eingetragenen Müllhotspots mit Bild und Ort auf einer Karte darstellen.

Da die App eine Tabellenansicht, eine Tabbar und eine Navigationsbar haben sollte, erschienen Corona und Marmalade nicht passend für das Projekt. Unter Xamarin muss der Bereich UI je Plattform entwickelt werden, so dass der Aufwand steigt. Wir haben uns also für Codename One entschieden.

Fazit

Das große Ziel der mobilen Cross Plattform Entwicklung ist es eine App gleichzeitig für verschiedene Mobilplattformen erstellen und so Apps schnell und kostengünstig auf den Markt bringen zu können. Der Entwickler muss nicht alle nativen Sprachen bzw. Mobilplattformen kennen und beherrschen, um diese Aufgabe zu erfüllen. Das Konzept lautet „one code, run everywhere“. Es wird einmal entwickelt und läuft auf allen Geräten. Das Konzept ist sinnvoll und zukunftsweisend, aber die Cross Plattformen können zur Zeit noch nicht die nativen SDKs ersetzen.

Die nativen Cross Plattformen (Ausnahme Xamarin) haben eigene, nachgebildete UI Komponenten, die zwar ähnlich den nativen Komponenten aussehen, sich aber trotzdem unterschiedlich verhalten können. Die Zeit des Testens auf verschiedenen Geräten wird nicht gespart, sondern im Gegenteil eher erschwert. In unserem Beispielprojekt kam es zu großen Unterschieden zwischen Tests mit dem Emulator und Tests auf Geräten.

Manche native Cross Plattformen bieten keine Debug Möglichkeit. Dadurch dauert die Fehlersuche beim Testen und Bugfixing länger gegenüber nativer Entwicklung. Wenn eine Cross Plattform ein natives SDK Feature nicht unterstützt, muss die fehlende Funktion selbst geschrieben oder das Projekt sogar eingeschränkt bis verworfen werden. Bestenfalls kennt man vor dem Einsatz einer Cross Plattform alle unterstützten und auch nicht unterstützten Features.

Ein weiterer großer Zeitfresser ist das Kompilieren des Sourcecodes auf einem Buildserver. Es dauert zwischen einigen Sekunden bis mehreren Minuten. Ein Buildserver birgt zudem die Gefahr, dass der eigene Sourcecode nicht geheim und im eigenen Haus bleibt. Man verliert die Hoheit über den Sourcecode und den Kompilierprozess. Man kann nicht sicherstellen, dass das erstellte App Paket keinen fremden, unsicheren Code enthält. Für viele App Projekte ist so eine Cross Plattform also völlig ungeeignet.

Ob eine native Cross Plattform eingesetzt werden kann oder nicht, hängt von vielen Faktoren ab. Unsere Erfahrung aus dem Beispielprojekt zeigt, dass die native Cross Plattform Entwicklung keinen Zeitgewinn gegenüber der nativen Entwicklung für zwei Plattformen darstellt. Im Bereich UI sehen wir die größten Schwierigkeiten zufriedenstellende Ergebnisse zu erhalten.

 

Wollt ihr mehr wissen, wendet euch an Jeanette oder Pai aus unserem Entwickler-Team unter development@mobile-melting.de.

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Was kosten Apps?

Was kosten Apps? Auf diese Frage gibt es eine ganz einfache Antwort:
Soviel wie ein Auto! 

Alles klar, oder?! Ernsthaft: Je nachdem, was für ein Auto es sein soll, kommen da zwischen 5.000 und 50.000 Euro zusammen, und nach oben gibt es kaum eine Grenze. Große Player auf dem App-Markt investieren mittlere sechsstellige Summen in ihre App-Angebote, und das fortlaufend.

Interessante Werte dazu liefert diese Erhebung:
http://www.ibusiness.de/aktuell/db/709614jg.html

Unerfahrene Kunden sind oft überrascht von den Aufwänden, die bei der App-Entwicklung entstehen können. Da App-Projekte oft Marketing getrieben initiiert und gemanagt werden, wird mit anderen Marketingmaßnahmen verglichen. Die Kosten einer Broschüre oder einer einfachen Webseite sind deutlich geringer. Woran liegt das, und was sind Kostentreiber?

Gründe für die Kosten der App-Entwicklung:

  • App-Entwicklung ist noch ein relativ junges Feld, dass sich schnell und ständig weiterentwickelt – es gibt kaum Kostenvorteile durch Erfahrungswerte und Standardisierung, vieles muss ausprobiert und durch Tests verbessert werden
  • App-Entwicklung ist eine Ingenieursleistung, die Fachkräfte sind rar und entsprechend umkämpft
  • Apps sind keine Webseiten, die „nur“ etwas anzeigen, sondern sie erfüllen teils komplexe Aufgaben
  • Speicher- und Leistungsfähigkeit von Smartphones sind beschränkt, sodass sehr gut konzipiert werden muss – diese Denkleistung kostet Zeit und braucht Erfahrung
  • die verschiedenen Betriebssysteme, -versionen, Gerätetypen und Bildschirmgrößen machen das ganze nicht eben einfacher

Dass Apps einfach „zusammengeklickt“ werden können, stimmt nicht. Es wird z.B. ein Datenmodell erstellt, die Datenhaltung konzipiert, ggf. Schnittstellen zu anderen Systemen aufgebaut und jeder „View“ eigens (Screenansicht) angelegt, mit Daten gefüllt, formatiert. Wer’s nicht glaubt, ist gern eingeladen, sich mal eine Stunde bei uns in der Agentur neben einen Entwickler zu setzen!

Kostentreiber:

  • spezielle und ungewöhnliche grafische Gestaltung des Interfaces
  • viele Schnittstellen und große Datenmengen, komplexe Aktualisierungsprozesse
  • Anforderungen, mit denen der Entwickler noch keine Erfahrung hat
  • nach Projektstart ungeplant hinzukommende Anforderungen   😉

„Komisch, dass die Apps in den AppStores dann noch so billig sind!“ sprach neulich einer unserer Kunden. Stimmt. Dies ist aber eher durch Markt-Gegebenheiten und Marketingentscheidungen begründet, als dass davon auf die Kosten der App-Entwicklung rückgeschlossen werden könnte.

Und, was darf es nun sein? Ein kleiner fescher Fiat? Die neue S-Klasse? Meinungen, Feedback, Anfragen und weiteres gerne an lh@mobile-melting.de

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Augen auf, sonst Handy weg!

Man sieht sie überall in Bussen und Bahnen: Eifrig und versunken auf ihrem Handy herumtippende Menschen, die nur noch wenig von ihrer Umgebung mitbekommen. Bis vor Kurzem war ich auch eine von ihnen. Doch nicht nur in Zen-Fragen ist das kein gute Idee: Zunehmend haben auch flinke Langfinger diese Spezies als lohnende Opfer entdeckt.

Und das geht so:

Samstagnachmittag, eine Tram-Station im schönen Wedding. Ich steige in die M13, setze mich neben die Tür und tippe weiter Nachrichten in mein iPhone. Die Tram-Türen stehen noch offen, wir warten auf weitere Fahrgäste. Plötzlich stürmt ein kleiner Junge im Grundschulalter rein, grabscht mir mein Handy aus der Hand und springt durch die sich mittlerweile schließenden Türen der Straßenbahn.

Wäre ich nicht einigermaßen fit hätte das sehr gut klappen können. Es blieb mir nichts übrig, als sofort hinterher zu springen. Durch die sich mittlerweile schließenden Türen kam ich gerade so noch raus. Kurzer Sprint (in High Heels!) hinter dem kleinen Schlingel her, der schnell bemerkte, dass ich ihm durchaus nah auf den Fersen war. Da die Ampel an der Kreuzung auf Rot stand und somit seine Chance auf erfolgreiche Flucht gering war, ließ er mein Handy fallen und schlängelte sich mit seinem Kompagnion durch die fahrenden Autos auf die andere Straßenseite. Ich hatte mein Handy wieder – leider etwas zerdeppert.

Die Tram habe ich noch bekommen, mein Handy geht auch noch. Aber ordentlich verdattert war ich schon – und mit dem versunkenen Handy-Rumgespiele ist auch erstmal Schluss. Kommentar meiner Kollegin mit Favela-Erfahrung: „Brasilianische Verhältnisse“. Tatsächlich – die beiden Jungs wussten sehr genau, was sie taten und hatten einen Plan für verschiedene Eventualitäten. Krass auch, dass sie sicher noch keine zehn Jahre alt waren. Vor Handynutzung in den Öffis kann also nur gewarnt werden. Merke:

Lass das Handy in der Tasche, sonst stehlen kann es jede Flasche! 

 

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Wir suchen Dich!

Hast Du Lust, Apps und Webportale zu entwickeln? Oder bist Du gut im designen von schicken User Interfaces und Screens? Dann schau doch mal in unsere Stellenausschreibungen! Du findest Sie auf http://www.dasauge.de/-mobile-melting/#eintraege

Wir freuen uns, von Dir zu hören!

Entwickler-Team im Büro

Unser Büro in Charlottenburg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

P.S.: Die beiden sind deutlich lustiger, als sie hier aussehen!!