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iOS + Android App Entwicklung in Berlin | MaibornWolff GmbH

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App Analytics mit Distimo

Downloads per Woche und App Store

Die App ist fertig, es beginnt das gespannte Warten auf die Download-Zahlen und Bewertungen. Die Daten dazu kommen aus den App Stores und sind nicht eben komfortabel abzurufen.

 

Wir arbeiten deswegen für unsere eigenen Apps und für die unserer Kunden mit Distimo App Analytics (distimo.com). Damit lassen sich einfach und schnell Reports erzeugen und exportieren, denn Distimo aggregiert die Daten mehrerer Apps und mehrerer Stores.

Beispiel Storytude: Wir haben unsere eigene Show-Case-App im Google Play Store und in Apples App Store. Außerdem sind noch über 20 In-App-Purchases in der App enthalten, deren Download- und Verkaufszahlen ebenfalls getrackt werden müssen. Ganz schön viele Daten! Storytude ist zudem in mehreren Ländern live.

Über Distimo erfahre ich:

  • Wie viele Nutzer haben die App heruntergeladen, in welchem Store (Betriebssystem) und welchem Land?
  • Wie oft haben wir eine Storytude-Tour verkauft? Per Store, per Land, per Produkt.
  • Wie hoch ist der Umsatz? Hier sind beliebige Zeiteinheiten wählbar, per Produkt, Store oder Land.
  • Wie ist die App in ihrer Kategorie platziert? An welcher Stelle steht sie im Ranking des App Stores?
  • Welche Bewertungen gibt es? Von wann sind die?
  • Außerdem können Events getrackt werden, zum Beispiel Updates, Medienkooperationen etc.

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Distimo kann mittlerweile noch sehr viel mehr, jedoch reichen diese Funktionen für uns locker aus. Nett ist auch der Newsletter mit tagesaktuellem Dashboard. Ansonsten steuere ich Distimo nur monatlich an, um meine Auswertungen zu ziehen. Eine App gibt es auch für diejenigen unter euch, die ihre App-Metriken von unterwegs und jederzeit checken möchten.

Da wir das Tool schon seit seiner ersten Stunde nutzen, genießen wir noch immer eine kostenfreie Version. Über die aktuellen Preise schweigt sich die Distimo-Webseite leider aus. Wir freuen uns über Nachricht, falls jemand Genaueres weiß. Unabhängig davon: Für das Analysieren von App Metrics im kleinen oder großen Stil können wir euch das Tool auf jeden Fall empfehlen!

 

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Computerbild-Kooperation zur App Vermarktung

appneuIn der aktuellen Ausgabe der Computerbild 24/2013 wird unsere App „Storytude“ als Premium-App empfohlen und vorgestellt. Eine ähnliche Kooperation zur App Vermarktung hatten wir schon einmal vor anderthalb Jahren durchgeführt und damals ausführlich darüber berichtet. Damals waren die Ergebnisse ausgezeichnet: 2.000 Mehr-Downloads und einen schönen Mediawert konnten wir verzeichnen.

Obwohl die Mechanik der Kooperation noch immer gleich ist, scheinen die Ergebnisse deutlich hinter denen vom letzten Jahr zurückzubleiben. Noch ist es ja etwas früh für eine Auswertung – die Kooperation begann am Samstag und läuft 14 Tage – jedoch sind die größten Zuwächse stets kurz nach Veröffentlichung zu erkennen. Und da hatte unser App-Monitoring-Tool Distimo diesmal nicht viel zu verzeichnen.

Auch wenn noch etwas Zeit ist, soviel ist klar: Vierstellig wird es diesmal nicht werden. Ärgerlich auch, dass am gestrigen Tag auch noch der Computerbild-Code-Validierungsserver „abgeraucht“ war. Mit dem Code greifen die Leser auf ihre Freebees zu, und das war gestern nicht möglich. Nun ja. Den initialen App-Downloads dürfte das nicht geschadet haben, aber einen schlechten Eindruck macht es trotzdem. :/

In der KW 47 setze ich mich hin und poste eine Auswertung der Aktion. Wer mehr zu Kosten, Ablauf und Nutzen einer solchen Media-Kooperation wissen möchte, schaut bitte in meinem alten Post nach. Inzwischen drücke ich noch ein bisschen die Daumen für „Storytude“…

 

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Website Launch der Pink Box Österreich

Diese Woche Dienstag, also am 16. Juli, wurde gemäß Zeitplan die Pink Box Österreich gelauncht. Unser Part war wieder das Templating und darauf zu achten, dass das Front-End sich den NutzerInnen konsistent präsentiert. Das umfasst die Inhalte, das Layout und die ganzen Details, die beim Templating zu beachten sind: Bilder, Farben, Icons, Striche, Hintergrund-Grafiken, richtige Links und so weiter und so fort. Immer wieder fällt mir auf, wie viel Arbeit und Aufwand nötig sind, um eine Seite in die Welt zu bringen. Für alle, die einen Über- und Einblick möchten, trage ich hier den Prozess bzw. die Punkte zusammen, die zu einer gelaunchten Webseite führen.

Launch einer Webseite – was braucht’s?

  • Schritt 1: Die Idee, das Produkt, der Markt, die Zielgruppe. Wie bei jeder Sache, die wir Menschen kreieren und in die Welt setzen möchten, braucht es über die Idee hinaus ein Konzept. Zu Beginn stellen sich viele Fragen. Was macht diese Sache? Für wen ist sie? Was ist das Ziel? Im Falle der Pink Box könnte man sagen: es ist ein monatliches Abo mit neuen Kosmetikprodukten zum Ausprobieren für eine weibliche Zielgruppe zwischen 16 und 33 Jahren. Ziel: auf neue Kosmetikprodukte aufmerksam machen, Freude bereiten, x Stück der Boxen monatlich verkaufen und y € Umsatz machen.
  • Schritt 2: Das Internet als Vertriebsweg. Wir setzen mit der Website erst an, wenn unserem Kunden klar ist, dass ein Vertriebsweg (und in unserem Beispiel der Pink Box der einzige) das Internet ist. Dazu müssen das Geschäftsmodell und Produkt längst stehen – es sei denn, diese werden zunächst getestet. Ist die Nachfrage noch unklar, kann man mit einer relativ schlanken Website, einem schmalen Anfangsbudget und der Buchung von Anzeigen (z.B. über Google AdWords) prüfen, ob es einen Bedarf gibt. Wenn sich eine Anzahl von x Menschen für das Produkt interessieren, und dieses x in einen Bereich fällt, in dem Aufwand und Mühe lohnenwert erscheinen, dann kann man das Aufsetzen eines Online Shops in Erwägung ziehen. Ob sich dieser im klassischen Web, als Web-App oder App präsentiert, ist abzuwägen und hängt von der Zielgruppe und Nutzungssituation ab. Das kann für jedes Produkt individuell sein und bestimmt die Markteintrittsstrategie.
  • Schritt 3: Produkt und Produktwelt. Meist gibt es bereits ein fertiges Produkt, bevor wir als Web- und App-Agentur die Produktwelt im Internet kreieren. Dann bekommen wir das Logo und Fotos vom Produkt geliefert und entwerfen dazu passend die Webseite. In ihr – und jetzt wird es wirklich interessant – spiegelt sich all das, was das Produkt ausdrücken, wen es ansprechen will. Die Webseite hat bei einem normalen Nutzer wenige zehntel Sekunden Zeit, um sein Interesse, sein Gefühl zu wecken. Da kommt es auf eine ästehtische Gestaltung, schöne Bilder, schnelle Ladezeiten und den klar dargestellten Produktnutzen an. Wenn der Nutzer sich zu Beginn angezogen fühlt, dann erst beginnt für ihn die so genannte User- oder auch Customer-Journey. Vereinfacht könnten wir auch sagen, es ist die Reise, die er noch durch Ihre Webseite unternimmt, um schließlich die Bestellung abzuschicken. Diese Reise – wie jede andere auch – gestaltet sich desto einfacher, je besser die Wege sind.
  • Schitt 4: Die große Ausnahme – der Weg allein ist nicht das Ziel. Sondern der Weg sollte unbedingt zum Ziel führen. Und das möglichst einfach, ästhetisch und verständlich. Angenommen, Ihre Webseite hat dem Kunden das Produkt schmackhaft gemacht und nun möchte der Kunde Ihr Produkt bestellen. Jetzt hat er den Weg eingeschlagen und jetzt sollten alle Wegweiser an der richtigen Stelle stehen, nicht mehr ablenken, sondern zum Ziel zeigen. Und der Weg ist steinig: es gibt ein Formular mit Adressdaten auszufüllen, es gibt die Auswahl der Zahlungsmethoden, es gibt die AGB und die Erklärung zum Widerrufsrecht, schließlich die Bestätigungsmail. Wenn hier was hackt, nicht auf Anhieb geht, sehr umständlich wirkt und schlicht „nervt“, dann schubsen Sie Ihren Kunden praktisch eigenhändig vom Weg. Das soll nicht sein. Die Usability, die Bedienbarkeit der Seite, ist hier besonders gefordert. Und der einzige Weg, zu prüfen, ob beispielsweise der Bestellvorgang gut gemacht ist, ist ihn zu testen.
  • Schritt 5: Testen – das wird Ihnen jeder ernsthafte Entwickler sowieso raten. Ja, unsere Zeit ist schnelllebig. Dinge kommen schnell und gehen auch wieder schnell. Trotzdem: der solide Ansatz ist immer noch genauso gut wie eh und je. Jede Software sollte gestestet werden. Auf Funktionalität und Bedienbarkeit – das sind die beiden Hauptaspekte. Testen geht mit echten Menschen. Und hier kommen wir zur nächsten Schwierigkeit: meist werden von Kundenseite dafür keine Zeit und kein Budget eingeplant, weil der Launch schnell gehen soll. Ein grober Fehler, denn alles, was später ausgebessert werden muss, kostet doppelt oder dreimal so viel. Solide Produkte wurden getestet: Autos, Flugzeuge, iPads, iPhones, Crèmes. Würden Sie gern ungetestete Produkte benutzen? Bei einer Webseite ist der Schaden sicher nicht so groß wie bei einem Auto, das nicht bremst. Aber es birngt ebenfalls einen Verlust mit – und dieser liegt dann auf der Seite des Auftraggebers. Wenn seien Kunden nicht bestellen, war das ganze Erschaffen des Produktes hinfällig.
  • Schritt 6: Kontinuierliche Verbesserungen von Details. Das ist nunmal so: damit eine Sache langfristig funktioniert, muss sie verfeinert und immer wieder verbessert werden. So auch Ihr Webshop. Er wächst und reift mit Ihnen und dem Produkt. Da gibt’s ein neus Produkt, das ein eingestellt werden soll, hier soll ein Teaser passend zur Jahreszeit aussehen oder es gibt eine neue Zahlungsart. Das Sinnvolle soll natürlich auch Ihrem Kunden zu Gute kommen und so sollten Sie immer wieder Budget zur Pflege Ihres Webshops / Ihrer Webseite einplanen. Einen Teil können Sie einsparen, wenn Sie Produkte selbst pflegen und sich bemühen, sie auf dem aktuellen Stand zu halten. Für Kosmetik am Front-End sind Grafiker und Templater zuständig. Kleine, immer wieder neue, ansprechende Ideen für das Aussehen kommen bei der Zielgruppe gut an und können von Ihnen als Betreiber gut über verschiedene Kanäle mitgeteilt werden. Und da sind wir auch schon beim Punkt Kommunikation.
  • Schritt 7: Beschenken Sie Ihre Nutzer. Ihr Webshop ist fertig, Ihr Produkt sieht super aus, ein paar Bestellungen kommen von selbst rein, hier und da haben Sie ein paar Anzeigen geschaltet. Wenn das bereits ausreicht, prima. Falls nicht, dann sollten Sie noch zu anderen Mitteln greifen, um mehr Platz in der Welt zu bekommen: verschenken Sie etwas. Ziehen Sie neue Nutzer über ein interessantes Thema, das mit Ihrem Produkt zu tun hat, an. Wir kommen hier wieder zum Thema Mehrwert. Sobald es einen echten Mehrwert gibt, werden Ihre Kunden begeistert Neukunden anschleppen. Wenn diese dann bestellen, läuft es rund. Zum Thema Mehrwert gibt es bereits einen ganzen Artikel von uns – Sie finden ihn hier. Ob App, Web oder Welt – es gelten dieselben Prinzipien.

 

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Wofür ist (m)eine App gut?

Es kommt häufig vor, dass wir Anfragen zu Apps bekommen, die keinen klaren Kernnutzen haben, sondern alles Mögliche können sollen. Es sollen Features programmiert werden wie Kalender, Mail aus der App schicken, Foto machen, etwas bewerten, etwas herunterladen, Website oder Video anzeigen und so weiter und so fort. Man kann wirklich alles in eine App packen, keine Frage von Können.
Sie haben sicher schon von der Eierlegenden Wollmilchsau gehört? Die Schwierigkeit besteht darin, unserem Kunden verständlich zu machen, dass sein Kunde (im Folgenden „Nutzer“ genannt) gar keine App haben möchte, die alles kann. Das liegt daran, weil es zum Einen schon jede Menge Apps gibt, die eine spezielle Aufgabe sehr gut erfüllen und zum Anderen: der Nutzer wird heutzutage so überhäuft mit Infos, mit Angeboten, mit Rabatten, mit Werbung, dass er sehr gern eine App benutzt, die ihm dient und die nicht schon wieder die Reste seiner Aufmerksamkeit verschlingen möchte.

Mehrwert. Ja, ein schönes Wort. Und doch, oft wird’s einfach vergessen, was das bedeutet. Zuerst ging es im populären Web darum sich zu präsentieren. Unsere Firma, unsere Webseite, jetzt: unsere App. Infos über uns als Firma, Öffnungszeiten etc. Schön und gut. Das sind Informationen, aber noch kein Mehrwert. Ein Mehrwert hat wirklich nur den Nutzer im Fokus. Mehrwert ist ein Geschenk, idealerweise ohne eine ersichtliche Erwartung. Mehrwert ist etwas, das dem Nutzer Spaß macht oder ihn bei etwas signifikant unterstützt. Stellen Sie sich den Mehrwert wie eine gute Flasche Wein oder eine Pralinenschachtel vor. Natürlich geben Sie sie mit einer Intention und hoffen, dass Ihr Geschenk Sie in ein gutes Licht stellt und der andere sich an Sie erinnert. Und gleichzeitig übergeben Sie diese Schachtel Pralinen wirklich. Sie übergeben nicht nur die Idee der Schachtel, sondern die Süßigkeit selbst. Und sie lassen los. Es ist ein Invest.

Bei einer App, die Sie Ihren Nutzern bieten, sollte das genauso sein. Sie investieren mit der Hoffnung, dass Sie im guten Licht stehen und Ihr Nutzer sich an Sie erinnert und gleichzeitig lassen Sie los und geben ihm das Geschenk. Das funktioniert in der materiellen und der virtuellen Welt. Sie kaufen die Schachtel Pralinen im Handel, Sie kaufen die App beim Dienstleister. Sie zahlen mehr für die App, weil Sie sie viel öfter verschenken können und sie sich nicht abnutzt.

Verschenken Sie nicht die Katze im Sack, die den Nutzer anspringt und dabei verrät, dass Sie eigentlich nur was von ihm erwarten. Verschenken Sie Freude in Form eines witzigen Spiels oder in Form von Unterhaltung, verschenken Sie ein sinnvolles Tool, das der Nutzer in seinem Alltag aufrufen und nutzen kann. Egal was – worauf es ankommt, ist Ihre Ehrlichkeit dabei. Ein ehrlicher Mehrwert zahlt sich aus, ein falscher Mehrwert bleibt als App-Leiche im App Store liegen. Das können Sie sich sofort sparen.

Es reicht völlig aus, wenn Ihre App eine oben genannte Sache richtig gut kann. Ideen, die Sie sonst noch haben oder vermitteln wollen, dürfen Sie um diesen Nutzen herumsetzen, aber stehlen Sie der Hauptidee, also dem Kernnutzen, nicht die Show. Damit hätten Sie die Schachtel Pralinen vorher geöffnet und welche gegessen. Das ist dann keine Freude. Die Idee reicht nicht, es muss konsequent sein. In beiden Fällen, Praline oder App. Sie können ja noch mal schauen unter Customer-Experience-Management, klingt riesig, meint aber immer wieder und wieder dasselbe: geben Sie etwas Freundliches, pflegen Sie auf ehrliche Weise Kontakte, um dafür in Erinnerung zu bleiben. Das geht Hand in Hand mit der User-Experience in einer App, also dem Erlebnis der Nutzung („oh toll“, „macht Spaß“, „ehm..dröge“). Bringen Sie Freude in die Welt, dröge ist sie genug!

Die Hauptfrage ist also: Was hat der Nutzer von meiner App? Macht Sie ihm gute Laune? Ist sie wirklich ein Geschenk?

Ich habe ein paar Beispiele für Apps herausgesucht, die wirklich ein Geschenk sind:

  • Zum Beispiel die Zeitreise Nürtingen App. Echt nett gemacht. Eine virtuelle Zeitreise durch die Stadt mit Archiv-Fotos und Audios. Hübsch, rund, geschenkt.
  • Oder die Mr Mood App, eine Spielerei, aber irgendwie witzig. Man kann täglich seine Laune auf interaktive Art festhalten und sieht am Ende eine Statistik. Wenn man längere Zeit schlechte Laune hatte, sollte man drüber nachdenken, etwas in seinem Leben zu ändern.
  • Nützlich könnte man diese App nennen, wenn man vor hat, nach Südtirol zu fahren. Culturonda stellt die Region vor, gibt Infos und sieht schick aus.
  • Nicht zu vergessen, die ganzen Apps, die beispielsweise Google rausgebracht hat: Mail App, Drive App, Kalender App – ich nutze sie fast täglich. Sinnvolle Tools. Google ist toll im Schenken, sie schenken die ganze Zeit. Dass sie auch nehmen, lässt sich nicht verbergen, klar. Aber sie sind verdammt erfolgreich.

Und ja, als Agentur für App Programmierung bieten wir natürlich die App Konzeption an, in der es um den Kernnutzen und Mehrwert geht.

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Präsentation der iPhone App „Zwangsarbeit“ im Rahmen des Berliner Themenjahres „Zerstörte Vielfalt“

Berlin beschäftigt sich dieses Jahr – 80 Jahre nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten – flächendeckend mit dem Thema „Zerstörte Vielfalt“. Um an die Unmengen ausgemerzter lebendiger Vielfalt zu erinnern, leisten Museen, Vereine, Gemeinden, Archive, Verbände und kulturelle Einrichtungen mit spezifischen Beiträgen zu einer ganz Berlin umfassenden Ausstellung bei. Vom Deutschen Historischen Museum mit seiner Ausstellung bis hin zur Programmierung von App werden unterschiedlichste Beiträge zu diesem Thema veröffentlicht – eine Übersicht findet sich hier.

So hat auch die Berliner Geschichtswerkstatt ein Projekt zum Thema „Zwangsarbeit“ vorbereitet, das gestern als iPhone App vorgestellt wurde. 5 Touren führen durch Berlin – zu Fuß, per Rad oder S-Bahn – und machen an merk-würdigen Orten halt. Dort berichten Zeitzeugen in Medienbeiträgen, die vorher in der App heruntergalden werden konnten, über ihre Erlebnisse, Erfahrungen, über ihre Trauer, aber auch über Alltägliches, das ihnen zur Zeit der Nationalsozialisten in Berlin begegnet ist. Polen, Russen, Ukrainer, Rumänen,  Italiener, Holländer und Menschen europäischer und nicht-europäischer Länder mit oder ohne jüdischer Herkunft wurden nach Berlin deportiert, um hier die leeren Stellen der Arbeiter zu besetzen, die in den Krieg gezogen oder dort gefallen sind. Zwangsarbeit gab es in Berlin nahezu überall, fast flächendeckend – von der AEG, über die BVG, Siemens bis hin zu kirchlichen Einrichtungen! Gerade in Berlin entstand eine absurd hohe Zahl an Lagern, die wie Pocken die Fläche der Stadt bedeckten. 1000 Lager in Schulen, Kinos, innerhalb und außerhalb der Stadt wurden für die Unterkunft der Zwangsarbeiter gebaut. Berlin war zentraler Rüstungsstandort und benötigte Arbeitskräfte. Zwar widersprach der Einsatz dem nationalsozialistischen Gedanken, Arbeiter nicht-deutscher Herkunft in Deutschland unterzubringen, aber die Kriegswirtschaft benötigte Arbeitskräfte. Es war ein Wahnsinn, ein purer Wahnsinn.

Abbildung iPhone App zur Zwangsarbeit

Berliner Geschichtswerkstatt hat die iPhone App zur Zwangsarbeit im Rahmen des Berliner Themenjahres 2013 „Zerstörte Vielfalt“ herausgegeben.

Wie nähert man sich überhaupt diesem Thema? Wie kann diese, unsere deutsche Geschichte überhaupt aufgearbeitet werden? Das frage ich mich jedesmal. Und dann sind da solche Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, mit Zeitzeugen sprechen, Interviews führen, an Orte des Geschehens fahren. Die Berliner Geschichtserkstatt beschäftigt sich seit 50 Jahren mit der Aufarbeitung der deutschen Geschichte. Und nun haben sie zum Berliner Themenjahr „Zerstörte Vielfalt“ ihren Beitrag geleistet, der sich eines modernen Mediums bedient: eine iPhone App, die Orte und Medien in Touren und Karten zusammenbringt. Man kann die Tour herunterladen, den Ort besuchen und dort die Vergangenheit erwecken, um zu verstehen, was Menschen auf unserem Grund und Boden, den wir täglich betreten oder an ihm zur Arbeit vorbeifahren, erlebt haben.

Die Geschichte holt uns immer wieder ein, denn die App hat im Apple App Store eine überdurchschnittlich lange Review-Zeit in Anspruch genommen, weil Archivbilder verwendet wurden, die nationalsozialistische Symbole abbilden. Apple hat eine Liste von Verboten für jedes Land und hält sich strikt daran, diese Symbole oder Parolen nicht zu veröffentlichen bzw. nicht dazu beizutragen, dass diese Verbeitung finden. Klar, wir können uns darüber ärgern. Oder es eben als Konsequenz sehen.

Ich hoffe, das Review-Team versteht, dass diese wundervolle und wichtige App sich im Kontext geschichtlicher Aufarbeitung befindet und publiziert sie so schnell es geht. Sie können sich unsere neueste Referenz hier ansehen.

Wir bedanken uns herzliche bei der Geschichtswerkstatt für dieses spannende und berührende Projekt.

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Exkurs in die Welt der Apps Teil 1 – Was ist überhaupt so eine App?

Mir ist aufgefallen, dass der Begriff „App“, der eine Abkürzung des englischen Wortes „Application“ ist und soviel wie „Anwendung“ heißt, von Menschen, die nicht in der Branche tätig sind, für Verwirrung sorgt. Viele Menschen benutzen zwar die moderne Technik, verlieren dabei aber zunehmend den Zusammenhang zu ihrem Ursprung: dem guten alten Personal Computer mit seinem bekanntesten Betriebssystem Windows. Seitdem ist zwar alles kleiner, schneller und online, aber die Prinzipien sind gleich geblieben. Und das soll unser Rettungsanker für diesen Artikel sein.

Auf einem Personal Computer (ob es ein Laptop ist oder ein Desktop oder ein Tower) laufen Programme. Das Chef-Programm ist das Betriebssystem, das auch „OS“ von „Operating System“ abgekürzt wird. Die Programme, die vom OS gehandhabt und überwacht werden, sind Anwendungsprogramme. Ein Virenscanner ist ein Anwendungsprogramm, Microsoft Word ist eins und die Browser Safari, Firefox oder Chrome sind ebenfalls Programme. Okay, und wenn wir jetzt das ganze verkleinern, dann stellen wir fest, dass ein iPhone ein kleiner, tragbarer PC ist, der auch über ein Operating System, nämlich das iOS, verfügt. Und das iOS kümmert sich um die korrekte Ausführung der, na, Sie ahnen es, APPS! Wenn Sie die Safari-App auf dem iPhone starten, ist es nichts anderes als ein Programm auf einem PC. Nur, dass Sie es in der Hand halten können.

Eine App ist ein Programm

Eine App ist ein Programm auf dem Smartphone

 

Mit dem Betriebssystem „Android“, bei dem Google die Nase vorn hat, aber nicht alleiniger Entwickler ist, verhält es sich genauso. Ob Sie nun ein HTC, Samsung, Sony oder Google Nexus in der Hand halten: all diese Smartphones sind kleine PCs mit einem Betriebssystem, das Programme ausführen kann. Und wieder hier die Apps. Programme auf dem Smartphone sind Apps.

Als wir mit der App-Programmierung anfingen, unterschätzten wir vollkommen den Aufwand, der mit der Entwicklung einhergeht. Nach dem Motto: „kleines Gerät, kleines Programm – wird schon“, war uns nicht bewusst, welche Tücken und Schwierigkeiten auf uns warteten.
Beispielsweise, dass ein kleines Gerät weit weniger Leistung hat als ein Laptop und daher ein Programm schlank und rank programmiert werden sollte. Oder dass der Monitor so klein ist, es wenig Platz gibt und man kein riesiges Menü mit 100 Unterpunkten darstellen kann.

App-Programmierung ist anspruchsvoll, denn man muss Vieles beachten, was zur guten alten Zeit der PCs nebensächlich war. Gleichzeitig ist es eine spannende Herausforderung, mit so vielen Begrenzungen etwas Tolles zu entwickeln. Und wenn dann noch das Internet und die geografische Position hinzukommen, sind die Möglichkeiten echt verrückt.

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Neeeew Office

Kinder, et is passiert! Wir haben ein neues Office. Nicht mehr einen 25 qm großen Raum, sondern gleich 3 Räume, riiiieeesig sozusagen… Mit großer Scheibenfront und der Chance auf Tageslicht, mit einem Konferenz- und Aufenthaltsraum UND einem Ruheraum, in dem es noch keine Couch gibt. Dort kann man ein Power-Napping machen, sich zu einem Telefonat zurückziehen, Schnarchen oder Meditieren – die Nachmittagsmüdigkeit darf also ausgelebt werden. Es folgt ein vielsagendes Bild für Euch, das vor allem die Sitzverteilung klar macht…

new_office

Wir sind wie Buttons in der gigantischen Weltenapp…

Okay, Ihr wollt die Adresse… hier isse:

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Stephanstr. 18
10559 Berlin (das ist laut BVG sogar Berlin Mitte!)

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Boxen

Klitschko hier, Klitschko da – nix da!
Mir geht es um eine andere Art von Boxen. Boxen, die gefüllt sind mit Inhalt. Boxen zum Genießen, Boxen zum Verwöhnen.
Wie die Mamibox und die Gourmetbox. Beides Web-Projekte, die wir im letzten Quartal 2012 für Bertelsmann umgesetzt haben. Konzeption, Webdesign und das Templating waren unsere Aufgabe. Für die technische Umsetzung auf Java-Basis haben wir mit dem Out-House Partner von BM zusammengearbeitet.
In kurzer Zeit entstanden so zwei attraktive Portale mit neuartigen Produkten. Thematische Boxen, die man sich nach Hause schicken lassen kann. Ideal sind sie auch als Geschenk, weil sie edel aussehen, schöne Produkte enthalten und immer wieder eine Überraschung parat haben.

Die Zusammenarbeit mit den jeweiligen digitalen Projektmanagerinnen hat sehr viel Spaß gemacht und wir sind stolz, dass alles selbst unter Zeitdruck so gut und flüssig geklappt hat. Als Leckerli gab es von uns noch je einen WordPress-Blog – den Mamiblog und Gourmetblog – eingerichtet und stilistisch angepasst mit Blog-Konzept und Plugin-Anpassungen.

 

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Wie funktioniert eine Computerbild App-Kooperation zur Vermarktung einer App?

Jeder Entwickler fragt sich nach erfolgter Einstellung der App in den AppStore wie es nun weitergehen soll. Meist lassen Downloads und Sales doch sehr zu wünschen übrig. Wie kann man eigentlich seine App bewerben, ohne einen gigantischen Aufwand zu betreiben?

Eine Möglichkeit für uns und unsere App Storytude war die Kooperation mit der Zeitschrift Computerbild. Es handelt sich hier um ein klassisches Tauschgeschäft (Marketing-Fachsprech: Barter Deal), bei dem kein Geld fließt. Schon mal gut! Getauscht werden mediale Reichweite, also potenzieller Kundenkontakt, gegen einen App-Rabatt für alle Leser der Zeitschrift. Ein Win-Win, oder?

Konkret läuft es so:
Der Entwickler der App entscheidet sich für ein Goodie (Rabatt, Gratis-App, kostenfreies Upgrade…), den er geben möchte. Bei unserer App Storytude spendierten wir allen interessierten Lesern eine Stadt-Führung ihrer Wahl aus unserem In-App-Purchase-Portfolio. Wert: zwischen 2,39 und 6,99 €, je nach Tour.

Im Gegenzug erhielten wir Präsenz in der Computerbild – und zwar als redaktioneller Text, nicht als Anzeige. Versprochen wird eine App-Vorstellung im Heft auf 1/3- oder 2/3-Seite für 14 Tage. Zudem wird das Logo und der Name der App auf der Seite 3 der entsprechenden Ausgabe, sowie im AppCenter in der Heftmitte benannt. Online wird die App auch „präsentiert“, auf http://appcenter.computerbild.de.

Bei den Mediadaten gehen einem die unerfahrenen Augen über: Die Reichweite der Computerbild liegt bei 616.538 Käufern und 4,33 Mio. Lesern. Hola! Und computerbild.de hat 8,01 Mio. Unique User mit 22.901.931 Visits gesamt.

Die Vorstellung auf mindestens einer 1/3-Seite in der gedruckten Computerbild entspricht einem Mediawert von fast 10.000 Euro – heißt: Hätte man das als Anzeigen-Space gekauft, wäre dies der Preis gewesen.

Nu ja. Und was muss man sonst noch investieren? Vor allem etwas Entwickler-Zeit, so man noch keine Code-Funktion in der App hat – die Leser gelangen nämlich über unique Codes an ihre kostenfreien Goodies. Bei uns war das kein Thema, da wir ohnehin eine solche Code-Funktion benötigten. Die Computerbild macht einige Vorgaben dazu, wie die Codes validiert und wie die Kooperation in der App kommuniziert werden soll. Ist aber alles vom Aufwand her im Rahmen. Für Details schreibt uns ne Mail!

Und was bringt’s?
Computerbild sagt: „Im Schnitt beobachten wir 4-stellige Downloadzahlen pro Aktions-App im Aktionszeitraum von 4 Wochen. Schon einige hundert Downloads pro Woche führen dazu, dass Ihre App im Ranking einen großen Sprung nach vorn macht.“

Recht ham’se. Klappt aber nicht bei jedem – es kommt doch sehr auf die App und den Rabatt an, den man anbietet. Ein Bekannter von mir ist über seine Zahlen sehr enttäuscht gewesen und konnte von 4-stellig nur träumen. Bei uns hat’s aber gut funktioniert. Wir konnten tatsächlich 4-stellige Downloadzahlen verzeichnen, die direkt auf die Kooperation zurückzuführen waren. Allerdings lagen wir im niedrigen 4-stelligen Bereich. Unser Angebot, eine kostenfreie Stadt-Führung in Berlin, Hamburg, Frankfurt oder München, haben über 600 neue Kunden angenommen. Dabei lag unsere München-Tour ganz weit vorn…

Unser Fazit:
Kann man machen! Die Umsetzung in der Computerbild ist zwar mehr als lieblos, und die 1/3 Seite war bei uns eher 1/5, von der minimalen Online-Präsenz (Namensnennung) mal ganz zu schweigen. Aber das Freebie zieht bei der Leserschaft eindeutig, egal wie minimalistisch die redaktionelle Einbindung ausfällt.

Aufwand und Nutzen sind in gutem Verhältnis, wenn zwei Voraussetzungen stimmen:

1) Entwicklungsressourcen vorhanden bzw. Code-Funktion ohnehin geplant.
Wenn in der App schon IAPs verkauft werden und das System nur mäßig komplex ist, liegt der Aufwand bei ca. einer Arbeitswoche. Und was die Code-Funktion generell angeht, öffnet sie einem Tür und Tor für vielerlei schöne Kooperationen in der Zukunft. Kann man also immer gut brauchen.

2) Die App ist für die Computerbild-Klientel grundsätzlich geeignet.
Diät-Pläne, Pilates-Workouts oder Babyfon-Apps sind es vielleicht eher nicht – think Mainstream-PC-Nerd, männlich, mittleres Alter, eher Android-affin als Apple-Geek. Ja, das ist rumstereotypisiert, aber so is dit im Marketing…

Wenn ihr noch mehr Infos braucht, oder die Kontaktdaten zum Ansprechpartner bei der CB, schreibt uns n Kommentar oder ne Mail!

App-Präsentation in der Computerbild

App-Präsentation in der Computerbild