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Augmented Reality (AR) für Apps im Überblick

Für einigen Wirbel sorgte diesen Sommer die neue IKEA-App, mit der man ausgewählte Möbel per Smartphone-Kamera im Raum platzieren und so ihre Wirkung im Heim prüfen konnte. Auch bei uns kommen Immer wieder Kunden mit dem Wunsch nach einer App mit Augmented-Reality-Features auf uns zu. Sehr selten kommt es dann wirklich dazu, den meist machen solche Features wenig Sinn, vor allem im Vergleich zu den Kosten. Doch ja, es gibt tolle Anwendungsfälle für AR, nicht nur bei IKEA! Vor allem im Produktverkauf rund um Heim und Wohnung, i Tourismus und Kultur sowie bei Spiel- und Lern-Apps für Kinder machen AR-Features durchaus Sinn.

In diesem Blogartikel möchte ich Einsteigern eine kurze Einführung in die Materie bieten, denn Augemented Reality ist fast schon zum Schlagwort verkommen – keiner weiß so recht, worum es wirklich dabei geht.

Deswegen in aller Kürze:

  • AR bedient sich immer der Kamera des Handys.
  • Diese wird auf reale Objekte in der direkten Umwelt gerichtet.
  • Es müssen „die richtigen“ Objekte sein, d.h. nicht jeder Kameraausschnitt funktioniert, er soll ja „passen“.
  • Über diese Objekte im Blickfeld der Kamera wird ein anderes visuelles Objekt gelegt.
  • Das Objekt kann verschiedene Formen, Farben und Transparenzgrade aufweisen.

Es gibt grob gesprochen zwei Arten von Augmented Reality für Apps:

1) Sensor based AR – Sensoren basierte Augmented Reality

Hierbei entscheidet die richtige Ausrichtung der Kamera darüber, ob ich sich in das Sichtfeld ein AR-Objekt einblendet. Die Ausrichtung der Kamera stellt das Handy über seine Sensoren fest:

  • GPS: Ist die Person am richten Ort auf der Welt?
  • Kompass: Zeigt die Kamera in die richtige Richtung, z.B. nach Nordosten?
  • Neigungswinkel: Schaut die Person das richtige Stockwerk an diesem Haus an?

Mit dieser Methode kann man z.B. vor einer Museumstür bei Blickrichtung zum Museum in das äußere rechte Fenster im 3. Stock einen Dinosaurier platzieren. Für Kinder ganz großes Kino, das gleich Lust auf die Naturkunde-Ausstellung macht!

2) Image recognition AR – Augmented Reality auf Basis von Bilderkennung

Hier wird es schon etwas komplizierter. Nun muss die App ein Objekt im Kameraausschnitt erkennen. Das Objektfoto ist hinterlegt und die App vergleicht, ob es das richtige Objekt ist. Falls ja, wird das AR-Objekt darüber geblendet. Andernfalls nicht. Klingt vielleicht einfacher als die Methode in Punkt 1, ist jedoch programmiertechnisch deutlich anspruchsvoller und auch fehleranfälliger. So können z.B. die Umweltbedingungen (Helligkeit, Schattenwurf) erschwerend hineinspielen. Mit dieser Methode könnte man z.B. über das Bild eines sanierten Hauses ein Bild des selben Gebäudes vor 100 Jahren legen. Auch den Dino aus dem obigen Beispiel könnte man so platzieren, wenn das Fenster als Objekt gut und eindeutig wiedererkennbar wäre.

In nächster Zeit werde ich die oben genannte IKEA-App noch einmal genauer vorstellen und etwas mehr zur dort verwendeten AR schreiben. In der Zwischenzeit finden sich hier Beispiele zum Anschauen:

http://www.wiwo.de/technologie/gadgets/augmented-reality-diese-apps-erweitern-ihre-realitaet/8152768.html

http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article119525750/Ikea-App-projiziert-Moebel-in-die-eigene-Wohnung.html

https://itunes.apple.com/DE/app/ikea-catalogue/id386592716?mt=8

(Artikel in Anlehnung an einen Vortrag von Holger Simon, Pausanio, auf einem Symposium am 15.11.2013 in Frankfurt/Oder)

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