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iOS + Android App Entwicklung in Berlin | MaibornWolff GmbH

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Wie funktioniert eine Computerbild App-Kooperation zur Vermarktung einer App?

Jeder Entwickler fragt sich nach erfolgter Einstellung der App in den AppStore wie es nun weitergehen soll. Meist lassen Downloads und Sales doch sehr zu wünschen übrig. Wie kann man eigentlich seine App bewerben, ohne einen gigantischen Aufwand zu betreiben?

Eine Möglichkeit für uns und unsere App Storytude war die Kooperation mit der Zeitschrift Computerbild. Es handelt sich hier um ein klassisches Tauschgeschäft (Marketing-Fachsprech: Barter Deal), bei dem kein Geld fließt. Schon mal gut! Getauscht werden mediale Reichweite, also potenzieller Kundenkontakt, gegen einen App-Rabatt für alle Leser der Zeitschrift. Ein Win-Win, oder?

Konkret läuft es so:
Der Entwickler der App entscheidet sich für ein Goodie (Rabatt, Gratis-App, kostenfreies Upgrade…), den er geben möchte. Bei unserer App Storytude spendierten wir allen interessierten Lesern eine Stadt-Führung ihrer Wahl aus unserem In-App-Purchase-Portfolio. Wert: zwischen 2,39 und 6,99 €, je nach Tour.

Im Gegenzug erhielten wir Präsenz in der Computerbild – und zwar als redaktioneller Text, nicht als Anzeige. Versprochen wird eine App-Vorstellung im Heft auf 1/3- oder 2/3-Seite für 14 Tage. Zudem wird das Logo und der Name der App auf der Seite 3 der entsprechenden Ausgabe, sowie im AppCenter in der Heftmitte benannt. Online wird die App auch „präsentiert“, auf http://appcenter.computerbild.de.

Bei den Mediadaten gehen einem die unerfahrenen Augen über: Die Reichweite der Computerbild liegt bei 616.538 Käufern und 4,33 Mio. Lesern. Hola! Und computerbild.de hat 8,01 Mio. Unique User mit 22.901.931 Visits gesamt.

Die Vorstellung auf mindestens einer 1/3-Seite in der gedruckten Computerbild entspricht einem Mediawert von fast 10.000 Euro – heißt: Hätte man das als Anzeigen-Space gekauft, wäre dies der Preis gewesen.

Nu ja. Und was muss man sonst noch investieren? Vor allem etwas Entwickler-Zeit, so man noch keine Code-Funktion in der App hat – die Leser gelangen nämlich über unique Codes an ihre kostenfreien Goodies. Bei uns war das kein Thema, da wir ohnehin eine solche Code-Funktion benötigten. Die Computerbild macht einige Vorgaben dazu, wie die Codes validiert und wie die Kooperation in der App kommuniziert werden soll. Ist aber alles vom Aufwand her im Rahmen. Für Details schreibt uns ne Mail!

Und was bringt’s?
Computerbild sagt: „Im Schnitt beobachten wir 4-stellige Downloadzahlen pro Aktions-App im Aktionszeitraum von 4 Wochen. Schon einige hundert Downloads pro Woche führen dazu, dass Ihre App im Ranking einen großen Sprung nach vorn macht.“

Recht ham’se. Klappt aber nicht bei jedem – es kommt doch sehr auf die App und den Rabatt an, den man anbietet. Ein Bekannter von mir ist über seine Zahlen sehr enttäuscht gewesen und konnte von 4-stellig nur träumen. Bei uns hat’s aber gut funktioniert. Wir konnten tatsächlich 4-stellige Downloadzahlen verzeichnen, die direkt auf die Kooperation zurückzuführen waren. Allerdings lagen wir im niedrigen 4-stelligen Bereich. Unser Angebot, eine kostenfreie Stadt-Führung in Berlin, Hamburg, Frankfurt oder München, haben über 600 neue Kunden angenommen. Dabei lag unsere München-Tour ganz weit vorn…

Unser Fazit:
Kann man machen! Die Umsetzung in der Computerbild ist zwar mehr als lieblos, und die 1/3 Seite war bei uns eher 1/5, von der minimalen Online-Präsenz (Namensnennung) mal ganz zu schweigen. Aber das Freebie zieht bei der Leserschaft eindeutig, egal wie minimalistisch die redaktionelle Einbindung ausfällt.

Aufwand und Nutzen sind in gutem Verhältnis, wenn zwei Voraussetzungen stimmen:

1) Entwicklungsressourcen vorhanden bzw. Code-Funktion ohnehin geplant.
Wenn in der App schon IAPs verkauft werden und das System nur mäßig komplex ist, liegt der Aufwand bei ca. einer Arbeitswoche. Und was die Code-Funktion generell angeht, öffnet sie einem Tür und Tor für vielerlei schöne Kooperationen in der Zukunft. Kann man also immer gut brauchen.

2) Die App ist für die Computerbild-Klientel grundsätzlich geeignet.
Diät-Pläne, Pilates-Workouts oder Babyfon-Apps sind es vielleicht eher nicht – think Mainstream-PC-Nerd, männlich, mittleres Alter, eher Android-affin als Apple-Geek. Ja, das ist rumstereotypisiert, aber so is dit im Marketing…

Wenn ihr noch mehr Infos braucht, oder die Kontaktdaten zum Ansprechpartner bei der CB, schreibt uns n Kommentar oder ne Mail!

App-Präsentation in der Computerbild

App-Präsentation in der Computerbild